Meu­ser­fest mit Pu­b­lic Viewing

Am kom­men­den Sonn­tag fin­det zum 15. Mal Meu­sers Dorf­fest in Nie­der­kas­sel statt. Fest­gäs­te kön­nen das WM-Spiel Deutsch­land– Me­xi­ko live schau­en.

Rheinische Post - - STADTTEILE -

Schon im Jahr 1853 stell­te Heinz Es­ser in sei­nen Dö­ne­kes fest: „Im al­ten Bier­hau­se am Nie­der­rhein, da mag’s Dir wohl und be­hag­lich sein.“Schon da­mals al­so war es für die Fa­mi­lie Meu­ser selbst­ver­ständ­lich, Gast­lich­keit und Tra­di­ti­on zu pfle­gen. Den Grund­stein da­für, auch „Meu­sers Dorf­fest in Nie­der­kas­sel“zur Tra­di­ti­on wer­den zu las­sen, hat Andre­as Meu­ser längst ge­legt: „In die­sem Jahr fin­det es zum 15. Mal statt.“

Und das am 17. Ju­ni (ab 11 Uhr) – dem Tag, an dem die Deut­sche Fuß­ball-Elf bei der Welt­meis­ter­schaft auf ih­ren ers­ten Geg­ner Me­xi­ko trifft. „Übers Dorf ver­teilt in­stal­lie­ren wir fünf gro­ße TV-Bild­schir­me“, er­zählt Micha­el Krieg, der als Meu­ser-Nach­bar mit dem Wein­han­del „La Pas­si­on du Vin“Jahr für Jahr in das Ge­sche­hen in­te­griert ist. Bei ihm gibt’s zum Meu­ser­fest tra­di­tio­nell gut ge­kühl­ten fran­zö­si­schen Ro­sé, auf Holz­koh­le ge­grill­te Sar­di­nen, Waf­feln und Crê­pes. „Zum WM-Auf­takt kön­nen sich die Be­su­cher au­ßer­dem auf ei­ne Über­ra­schung freu­en – me­xi­ka­nisch an­ge­haucht“, spielt Micha­el Krieg auf den Geg­ner der Deut­schen Mann­schaft an.

Ei­ner der Bild­schir­me, die un­ter an­de­rem ge­mein­sam mit dem St. Se­bas­tia­nus Schüt­zen­ver­ein Düs­sel­dorf-Nie­der­kas­sel 1890 ge­least wur­den, steht auch im Au­ßen­gas­tro­no­mie­be­reich des Brau­hau­ses Joh. Al­brecht, nur we­ni­ge Me­ter ent­fernt an der Nie­der­kas­se­ler Stra­ße. Wenn die Span­nung steigt, kön­nen sich die Meu­ser­fest-Be­su­cher auch hier mit küh­len Ge­trän­ken und def­ti­gen Spei­sen stär­ken.

Auf ein ganz an­de­res Ge­tränk aber set­zen der Röst­meis­ter Ta­mas Fe­jer und sein Team von der Pri­va­t­rös­te­rei „Kaf­fee­schmie­de“in Oberkassel. Hier wird der Be­weis ge­lie­fert, dass das Sprich­wort „Das ist kal­ter Kaf­fee“nicht un­be­dingt ne­ga­tiv aus­ge­legt wer­den muss. „Ein kal­ter Lat­te Mac­chia­to ist ei­ne Köst­lich­keit,“macht Ta­mas Fe­jer Ap­pe­tit.

Kalt sind auch die Bier­sor­ten, die im Bier­haus Meu­ser über die The­ke ge­hen. Ob Ori­gi­nal Schlüs­sel Alt, Je­ver Pils, Malz­trunk, al­ko­hol­frei­es Krom­ba­cher oder Fran­zis­ka­ner Weiß­bier – es ist gut ge­kühlt und je nach Sor­te auch bes­tens ge­zapft. Das Meu­serTeam mit Chef Andre­as und Sohn Fe­lix, Mut­ter Mag­da­le­na so­wie de­ren Schwes­ter Eli­sa­beth Kö­nig führt das Tra­di­ti­ons­haus in fünf­ter Ge­ne­ra­ti­on. Fast schon zur Fa­mi­lie ge­hö­ren Martin und Pau­lo. Oh­ne sie kön­nen sich die Gäs­te den Ser­vice gar nicht mehr vor­stel­len. Seit 13 be­zie­hungs­wei­se 25 Jah­ren ge­ben sie dem Meu­serPu­bli­kum das Ge­fühl, zu­hau­se zu sein, sich wohl­zu­füh­len. Sie ken­nen die Vor­lie­ben der Gäs­te und kön­nen not­falls auch wort­los das Ge­wünsch­te ser­vie­ren – da­zu ge­hört auf je­den Fall das Tra­di­ti­ons­ge­richt schlecht­hin, der Speck­pfan­ne­ku­chen. Noch bis zum 24. Ju­ni schmeckt er üb­ri­gens auch ganz groß­ar­tig zu den köst­lich zu­be­rei­ten Spar­gel­stan­gen à la Meu­ser. Mit Es­sen und Trin­ken aber ist es beim Fa­mi­li­en­fest in Nie­der­kas­sel nicht ge­tan. Schließ­lich gibt’s auf der RPBüh­ne auch Live-Mu­sik. De Ven­loK­ry­ner, ei­ne Volks­band aus den Nie­der­lan­den, spielt ab 11 Uhr be­kann­te Mu­sik­stü­cke im Dia­lekt, ab 14 Uhr geht bei Boo­ga­loo mit ro­cki­gem, sou­li­gem, fun­ki­gem Sound von zwei Sän­ge­rin­nen plus Bass, Gi­tar­re, Key­boards und Drums die Post ab. Ab 17 Uhr dann star­tet das Pu­b­lic Viewing des deut­schen WM-Auf­takt­spiels beim Dorf­fest. Und die klei­nen Be­su­cher dür­fen sich den Tag über auf den Kin­der-Zir­kus Merz & Pi­li­ni, Ka­rus­sell­fahr­ten und Bas­tel-Ak­tio­nen freu­en. Seit 1912 ist das Brau­haus Meu­ser Stamm­lo­kal der St. Hu­ber­tus Kom­pa­nie Düs­sel­dorf-Nie­der­kas­sel 1912. Als die dem St. Se­bas­tia­nus Schüt­zen­ver­ein Düs­sel­dorf 1890 an­ge­hö­ren­de Kom­pa­nie 2002 zum 90. Ju­bi­lä­um ein Stra­ßen­fest fei­er­te, wur­den die Ban­de noch en­ger ge­knüpft. Denn der gro­ße Er­folg war für die Fa­mi­lie Meu­ser An­lass, in Alt Nie­der­kas­sel all­jähr­lich ein Dorf­fest zu fei­ern – mit der nach­bar­schaft­li­chen Hil­fe der Kom­pa­nie. Seit­dem stel­len die Schüt­zen Ti­sche und Bän­ke auf die Stra­ße, be­wirt­schaf­ten ei­nen gro­ßen Grill­stand, zwei Ge­trän­ke­sta­tio­nen und seit drei Jah­ren auch ei­nen Stand, an dem pri­ckeln­der Cré­mant an­ge­bo­ten wird.

Am Grill­stand wer­den Hals­steaks und Würst­chen ge­grillt: Haupt­mann Rei­ner Men­ke: „Seit­dem un­ser ‚Dorf­metz­ger‘ Geerts sein Ge­schäft hier in Nie­der­kas­sel auf­ge­ben muss­te, be­zie­hen wir das Grill­gut von der Metz­ge­rei Kö­nig aus Ober­bilk.“Au­ßer­dem gibt es Cur­ry­wurst mit Pom­mes.

Andre­as Meu­ser (r.) lädt am Sonn­tag zum Dorf­fest in Nie­der­kas­sel ein. Sein Nach­bar Micha­el Krieg vom Wein­han­del La Pas­si­on du Vin steu­ert da­zu tra­di­tio­nell Ro­sé, ge­grill­te Sar­di­nen, Crê­pes und Waf­feln bei.

Die Hu­ber­tus-Schüt­zen leis­ten beim Dorf­fest nach­bar­schaft­li­che Hil­fe – und brut­zeln Le­cke­res am Grill.

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