Me­di­zin­stu­di­um oh­ne Abitur mög­lich

Die Län­der bau­en den Zu­gang zu dem be­gehr­ten Stu­di­en­gang um.

Rundschau für den Schwäbischen Wald – Der Kocherbote - - VORDERSEITE -

Ber­lin. Nicht nur Abitu­ri­en­ten mit Spit­zen­no­ten sol­len künf­tig in Deutsch­land Me­di­zin stu­die­ren kön­nen. Das sieht der Ent­wurf für ei­nen Staats­ver­trag vor, auf den sich die Wis­sen­schafts­mi­nis­ter der Län­der in der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (KMK) ge­ei­nigt ha­ben. Künf­tig sol­len die Län­der künf­tig auch be­ruf­lich Qua­li­fi­zier­ten oh­ne Abitur – zum Bei­spiel Ret­tungs­sa­ni­tä­tern – den Weg zum Me­di­zin­stu­di­um eb­nen kön­nen.

Ins­ge­samt soll es ein völ­lig neu­es Sys­tem des Hoch­schul­zu­gangs bei Me­di­zin, Zahn­me­di­zin, Tier­me­di­zin und Phar­ma­zie ge­ben. Ein grö­ße­rer An­teil der Plät­ze als heu­te soll den Ein­se­ra­b­itu­ri­en­ten vor­be­hal­ten blei­ben: Die so­ge­nann­te Abitur­bes­ten­quo­te wird von 20 auf 30 Pro­zent er­höht. Ei­ne neue zu­sätz­li­che Eig­nungs­quo­te, durch die je­der zehn­te Platz ver­ge­ben wer­den soll, soll aber Be­wer­bern un­ab­hän­gig von den Abi­no­ten Chan­cen er­öff­nen.

Der­zeit wer­den jähr­lich rund 11 000 der bis zu 50 000 Be­wer­ber für ein Me­di­zin­stu­di­um an den öf­fent­li­chen Hoch­schu­len zu­ge­las­sen. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat­te ent­schie­den, dass das Zu­las­sungs­ver­fah­ren teils ver­fas­sungs­wid­rig ist und bis En­de 2019 neu ge­re­gelt wer­den muss. Heu­te ha­ben fast nur Ein­ser-Abitu­ri­en­ten ei­ne Chan­ce, für vie­le gel­ten War­te­zei­ten von bis zu 15 Se­mes­ter. Die Neu­re­ge­lun­gen sol­len zum Som­mer­se­mes­ter 2020 gel­ten. Ins­be­son­de­re für Be­wer­ber, die heu­te auf War­te­lis­ten ste­hen, sind Über­gangs­fris­ten ge­plant.

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