Mu­si­ker­kar­rie­re: Im­mer wie­der im Som­mer

Pliez­hau­sen Kärn­ten hat sei­nen „Volks-rock’n’rol­ler“Andre­as Ga­ba­lier – hier­zu­lan­de lässt Har­mo­ni­ka-vir­tuo­se Si­mon Wild auf­hor­chen. Der Mu­si­ker aus Pliez­hau­sen ist auf dem Sprung zum Fern­seh-lieb­ling. Von Chris­ti­na Hölz

Südwest Presse (Metzinger Uracher Volksblatt / Der Ermstalbote) - - Vorderseite -

Pliez­hau­sen. Kärn­ten hat sei­nen Volks­Rock’n Rol­ler Andre­as Ga­ba­lier – hier­zu­lan­de lässt Har­mo­ni­ka-vir­tuo­se Si­mon Wild auf­hor­chen. Der Mu­si­ker aus Pliez­hau­sen ist auf dem Sprung zum Fern­seh-lieb­ling.

Rein op­tisch hat er schon ei­ni­ges vom jun­gen Ga­ba­lier, die­ser 21-Jäh­ri­ge aus Pliez­hau­sen. Die dunk­len Haa­re zur Tol­le nach hin­ten fri­siert, die Krach­le­der­ne kom­bi­niert mit hoch­ge­krem­pel­ten Hemds­är­meln, die Stei­ri­sche Har­mo­ni­ka vor der Brust. So steht er seit ei­ni­gen Wo­chen re­gel­mä­ßig auf der Büh­ne der ARD-SHOW „Im­mer wie­der sonn­tags“– ne­ben Mo­de­ra­tor und Star-trom­pe­ter Ste­fan Mross. „Du bist jetzt zum vier­ten Mal hier, ich hab’ das Ge­fühl, du bist schon völ­lig cool“, wun­dert sich der Fern­seh­mann über die feh­len­de Ner­vo­si­tät des jun­gen Mu­si­kers. Si­mon Wild re­la­ti­viert zwar („in­ner­lich pocht es ganz schön“), legt dann aber gänz­lich un­be­fan­gen los.

„Im­mer wie­der im Som­mer“heißt das hit­ver­däch­ti­ge Lied­chen des Sän­gers vom Schön­buch­rand; Ei­ne ge­fäl­li­ge Me­lo­die, ei­ne Pri­se Schla­ger-see­lig­keit und ganz viel hand­ge­mach­te Volks­mu­sik. Se­quen­zer und wum­mern­de Beats braucht der Mann aus dem Pliez­häu­ser Orts­teil Gnie­bel nicht. Si­mon Wild hat ja sei­ne „Stei­ri­sche“. Die Har­mo­ni­ka be­herrscht er aus dem Eff­eff. Vir­tous flie­gen die Fin­ger über die Tas­ten, das Pu­bli­kum im Eu­ro­pa­park Rust klatscht be­reits nach den ers­ten Tö­nen.

Wird da ge­ra­de ein neu­er Tv-lieb­ling ge­bo­ren? Sein könn­te das durch­aus, denn Si­mon Wild hat die Som­mer­hit­pa­ra­de der Fern­seh­show „Im­mer wie­der sonn­tags“nun be­reits zum sieb­ten Mal ge­won­nen. Acht Sie­ge be­nö­tigt er, um ins Fi­na­le zu kom­men, des­we­gen tritt er am kom­men­den Sonn­tag, 15. Ju­li, er­neut in der Ste­fan-mross-show an. Dort will er na­tür­lich re­üs­sie­ren und ir­gend­wann viel­leicht zu den Gro­ßen ge­hö­ren in der Volks­mu­sik-sze­ne zwi­schen Ste­fan Mross bis Andre­as Ga­ba­lier.

Wer ist der jun­ge Mann denn über­haupt, der schon mit drei Jah­ren, be­packt mit ei­nen Spiel­zeug-ak­kor­de­on, durchs Haus rann­te? Das schil­dert je­den­falls Si­mons Schwes­ter Na­di­ne in ei­nem Be­richt über Ih­ren Bru­der. Schon der klei­ne Si­mon ha­be mit Lei­den­schaft mu­si­ziert. Die Ers­te, die das mu­si­ka­li­sche Ta­lent des Drei­kä­se­hochs er­kann­te, war sei­ne Oma Me­ta: Sie war auch Si­mon Wilds Lehr­meis­te­rin am Ak­kor­de­on – und bis heu­te mu­si­zie­ren die bei­den im­mer mal wie­der zu­sam­men. Schon auf Grund­schul­fes­ten be­geis­ter­te Si­mon sei­ne ers­ten Zu­hö­rer. An­fangs noch mit dem Ak­kor­de­on un­ter­wegs, ent­deck­te er,dass sei­ne Hin­ga­be der Stei­ri­schen Har­mo­ni­ka galt. Er woll­te die­ses In­stru­ment un­be­dingt ler­nen und dräng­te mit Er­folg dar­auf. 2009 nahm er Un­ter­richt und üb­te ehr­gei­zig je­den Tag bis zu drei St­un­den. „In­ner­halb we­ni­ger Jah­re wur­de Si­mon zum Vir­tuo­sen auf sei­nem In­stru­ment“, schreibt Schwes­ter Na­di­ne.

Mit 15 be­tei­ligt er sich an di­ver­sen Wett­be­wer­ben und kehrt als Lan­des­meis­ter zu­rück. Und die Lie­be zu sei­ner „Stei­ri­schen“hält bei dem ge­lern­ten In­dus­trie­kauf­mann bis heu­te an. Bei sei­nen Auf­trit­ten ver­wischt Si­mon Wild die Gren­zen zwi­schen der klas­si­schen Volks­mu­sik und dem Schla­ger­gen­re, auch ein biss­chen Volks- Rock’n’roll’ a la Ga­ba­lier ist da­bei

Das ent­spricht dem Zeit­geist. Seit sei­nem ers­ten Fern­seh­aufftritt im Mai geht die Kar­rie­re des Pliez­häu­sers steil nach oben. Jetzt müs­sen nur am Sonn­tag er­neut vie­le Zu­schau­er für Si­mon Wild und sein Lied an­ru­fen, dann zieht der Mu­si­ker ins Fi­na­le der Fern­seh-show ein.

Andre­as Ga­ba­lier lässt grü­ßen: Si­mon Wild tritt mor­gen wie­der bei „Im­mer wie­der sonn­tags“auf. Er­hält der Mann mit der Har­mo­ni­ka vie­le An­ru­fe, steht der Pliez­häu­ser im Fi­na­le. Fo­to: Pri­vat

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