Last drückt auf Dä­cher und Bäu­me

Win­ter Ein En­de der Nie­der­schlä­ge ist nicht in Sicht. Die Schnee­hö­hen tür­men sich man­cher­orts auf über drei Me­ter.

Südwest Presse (Metzinger Uracher Volksblatt / Der Ermstalbote) - - Blick In Die Welt -

Mün­chen. Nach ei­ner kur­zen Atem­pau­se für Hel­fer und An­woh­ner in Bay­ern schnei­te es seit der Nacht zum Sonn­tag am Al­pen­rand wei­ter. Die Men­schen in den ober­baye­ri­schen Land­krei­sen Bad Tölz-wolfrats­hau­sen, Gar­misch-par­ten­kir­chen, Mies­bach, Berch­tes­ga­de­ner Land und Traun­stein, wo der Ka­ta­stro­phen­fall gilt, müs­sen mit zu­sätz­li­chen Schnee­mas­sen zu­recht­kom­men. Ex­per­ten des Deut­schen Wet­ter­diens­tes rech­ne­ten zu­dem mit star­ken Bö­en, die Ver­we­hun­gen und Schnee­bruch aus­lö­sen könn­ten.

Bei Plus­gra­den be­gann es am Sonn­tag­mor­gen teil­wei­se zu tau­en. Da­durch könn­te der Schnee nass und schwer wer­den – ei­ne zu­sätz­li­che Be­las­tung für Dä­cher und Bäu­me. In den Wäl­der droht Schnee­bruch. Ab Mon­tag soll es wie­der käl­ter wer­den – dann könn­te in Bay­ern ört­lich über ein Me­ter Neu­schnee fal­len.

Schlech­te Aus­sich­ten al­so für die rund 2000 Ein­woh­ner und Tou­ris­ten, die im Win­ter­sport­ort Bal­der­schwang nach ei­nem La­wi­nen­ab­gang fest­sit­zen. Die Ver­sor­gung für die in rund 1000 Me­ter Hö­he lie­gen­den Ge­mein­de ist vor­erst aber ge­si­chert. Auch die Strom­lei­tun­gen sind in­takt. „Ei­ne Eva­ku­ie­rung ist der­zeit nicht ge­plant“, hieß es. Wann der Ort wie­der er­reich­bar ist, war zu­nächst un­klar.

Ein En­de der Schnee­fäl­le im Al­pen­raum ist am Sonn­tag je­den­falls nicht in Sicht. Die Un­wet­ter­war­nung bleibt be­ste­hen. Erst am Di­ens­tag kommt es laut Deut­schem Wet­ter­dienst zu ei­nem vor­läu­fi­gen Aus­set­zen der an­dau­ern­den Nie­der­schlä­ge. Ab En­de der Wo­che rech­ne man aber wie­der mit Nie­der­schlä­gen. Die­se sei­en dann aber wohl deut­lich ge­rin­ger, sagt Dwd-me­teo­ro­lo­ge Flo­ri­an Bil­ge­ri.

An den Al­pen brach­te die sich kaum ver­än­dern­de Wet­ter­la­ge in den ver­gan­ge­nen Ta­gen Schnee­hö­hen von teil­wei­se mehr als drei Me­tern. „Ei­ne sol­che Wet­ter­la­ge gibt es nicht je­des Jahr. In der Re­gel kommt so et­was al­le 10 bis 15 Jah­re vor“, sagt Bil­ge­ri. Un­ge­wöhn­lich sei die­ses Mal je­doch, dass in so kur­zer Zeit so viel Schnee ge­fal­len sei. dpa

Schau­feln oh­ne En­de: Feu­er­wehr­leu­te im ös­ter­rei­chi­schen Ei­sen­erz. Fo­to: Ex­pa/do­mi­nik An­ge­rer/apa/dpa

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