Cdu-che­fin warnt vor Per­so­nal­de­bat­te

Par­tei­en Kramp-kar­ren­bau­er pocht auf ihr Vor­schlags­recht für Kanz­ler­kan­di­da­ten.

Südwest Presse (Ulm) - - Erste Seite -

Ber­lin/pots­dam. Cdu-che­fin An­ne­gret Kramp-kar­ren­bau­er hat ih­re Par­tei vor Per­so­nal­de­bat­ten ge­warnt. Mit Hin­weis auf Äu­ße­run­gen über die nächs­te Kanz­ler­kan­di­da­tur poch­te Kramp-kar­ren­bau­er auf ihr Vor­schlags­recht. „Das galt für al­le Vor­sit­zen­den der CDU und das wird auch für mich gel­ten“, sag­te sie der „Welt am Sonn­tag“. Die Cdu-spit­ze be­gann ges­tern Abend in Pots­dam ih­re zwei­tä­gi­ge Klau­sur und will dort un­ter an­de­rem ih­ren Kurs für die Eu­ro­pa­wahl und die Land­tags­wah­len in die­sem Jahr ab­ste­cken.

Erst­mals fin­det die Klau­sur un­ter Füh­rung von Kramp-kar­ren­bau­er statt, die sich auf dem Ham­bur­ger Par­tei­tag im De­zem­ber knapp ge­gen Ex-uni­ons­frak­ti­ons­chef Fried­rich Merz durch­ge­setzt hat­te. Vie­le in der Par­tei wün­schen sich den­noch ei­ne wei­ter­hin wich­ti­ge Rol­le für Merz. Kramp-kar­ren­bau­er hat­te sich vor we­ni­gen Ta­gen mit Merz dar­auf ver­stän­digt, dass er Mit­glied in ei­nem Ex­per­ten­kreis zur so­zia­len Markt­wirt­schaft wer­den und an füh­ren­der Stel­le den The­men­be­reich „Zu­kunft der trans­at­lan­ti­schen Be­zie­hun­gen“be­glei­ten soll.

Kramp-kar­ren­bau­er kün­dig­te zugleich ei­ne ge­ne­rel­le Über­prü­fung sämt­li­cher Maß­nah­men rund um die Mi­gra­ti­on an. „Wir wer­den uns die ge­sam­te Ein­wan­de­rungs­fra­ge von dem Schutz der Au­ßen­gren­ze über die Asyl­ver­fah­ren bis zur In­te­gra­ti­on un­ter dem Ge­sichts­punkt der Wirk­sam­keit an­schau­en“, sag­te sie.

Die Us-bun­des­po­li­zei FBI soll nach der Ent­las­sung ih­res Chefs Ja­mes Co­mey laut ei­nem Me­dien­be­richt un­ter­sucht ha­ben, ob Prä­si­dent Do­nald Trump im Auf­trag Russ­lands ge­han­delt hat. Die „New York Times“schrieb, da­bei sei es um die Fra­ge ge­gan­gen, ob Trump für Russ­land und ge­gen Us-in­ter­es­sen ge­ar­bei­tet ha­be. Die Zei­tung be­rief sich da­bei auf frü­he­re Mit­ar­bei­ter der Bun­des­po­li­zei. Trump hat­te Co­mey im Mai 2017 ge­feu­ert.

Co­mey er­klär­te wie­der­um, Trump ha­be ihn bei ei­nem Tref­fen im Wei­ßen Haus im Ja­nu­ar 2017 um Loya­li­tät ge­be­ten – das ist un­üb­lich im Um­gang mit dem FBI. Die „New York Times“schrieb, die Sor­ge über das Ver­hal­ten Trumps sei im FBI in den Ta­gen nach Co­meys Ent­las­sung der­ma­ßen groß ge­we­sen, dass man mit der Un­ter­su­chung be­gon­nen ha­be. Ziel der Er­mitt­lun­gen sei un­ter an­de­rem ge­we­sen, zu be­ur­tei­len, ob sein Han­deln ei­ne mög­li­che Be­dro­hung der na­tio­na­len Si­cher­heit dar­ge­stellt ha­be. dpa

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