So heizt Trump Emo­tio­nen an

Saarbruecker Zeitung - - Themen des tages -

US-Prä­si­dent Do­nald Trump ver­hält sich, als hät­te er bei der Kon­gress­wahl kei­ner­lei Dämp­fer be­kom­men. Er hat sei­nen Jus­tiz­mi­nis­ter ge­feu­ert, um ihn durch ei­nen La­kai­en zu er­set­zen, er hat ei­nem kri­ti­schen Re­por­ter die Ak­kre­di­tie­rung fürs Wei­ße Haus ent­zie­hen las­sen, und noch vor sei­ner Abrei­se zum Welt­kriegs­den­ken in Pa­ris hat er die Asyl­re­geln ver­schärft. Das al­les bin­nen drei Ta­gen nach der Wahl, in ei­ner La­ge, in der sei­ne Amts­vor­gän­ger Ba­rack Oba­ma und selbst Ge­or­ge W. Bush zu­nächst ein­mal in­ne­hiel­ten. De­mut, Nach­denk­lich­keit, Re­flek­tie­ren – all das scheint ihm völ­lig fremd zu sein. Trump scheint nur den An­griffs­mo­dus zu ken­nen.

Und dass Ein­wan­de­rungs­po­li­tik und Asyl­recht die Fel­der sind, auf de­nen er in­halt­lich die ers­ten Wei­chen sei­ner zwei­ten Amts­halb­zeit zu stel­len ver­sucht, kann man als Fort­set­zung des Wahl­kampfs mit den Mit­teln prä­si­dia­ler Di­rek­ti­ven ver­ste­hen. Bei kaum ei­nem an­de­ren The­ma ist er sich mit dem har­ten Kern sei­ner An­hän­ger der­art ei­nig. Und kaum ein an­de­res eig­net sich so gut, um Emo­tio­nen an­zu­hei­zen.

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