Das „Han­dels­blatt“aus Düs­sel­dorf meint zum Streit um den Di­gi­tal­pakt:

Saarbruecker Zeitung - - Standpunkt -

Un­term Strich wä­re nun das Sinn­volls­te, die bei­den Kom­ple­xe tat­säch­lich zu tren­nen, al­so den Di­gi­tal­pakt von der Grund­ge­setz­än­de­rung ab­zu­kop­peln. Wenn der Bund, der ihn ja selbst für drin­gend nö­tig hält, das will, gibt es durch­aus Mög­lich­kei­ten. Die ein­fachs­te ist ei­ne ent­spre­chen­de Ab­tre­tung von Um­satz­steu­er­auf­kom­men auf Zeit. Da­zu müss­te die Groko – die vo­ri­ge Le­gis­la­tur­pe­ri­ode noch der Mei­nung war, man brau­che für den Di­gi­tal­pakt gar kei­ne Grund­ge­setz­än­de­rung – al­ler­dings über ih­re im Ko­ali­ti­ons­ver­trag er­rich­te­te Hür­de sprin­gen. An­ge­la Mer­kel wür­de der von ihr einst aus­ge­ru­fe­nen Bil­dungs­re­pu­blik Deutsch­land, an der noch viel fehlt, so ei­nen letz­ten Di­enst er­wei­sen.

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