Nach­bes­se­rung ist not­wen­dig

Saarbruecker Zeitung - - Politik -

Es wä­re blau­äu­gig, den Fahn­dern bü­ro­kra­ti­sche Hin­der­nis­se in den Weg zu le­gen. Nie­mand könn­te nach­voll­zie­hen, wenn Er­mitt­ler an der Ver­fol­gung schwe­rer De­lik­te ge­hin­dert wer­den, weil sie kei­nen schnel­len Zu­griff auf On­li­ne-Ab­spra­chen oder -Pla­nun­gen be­kom­men – und sich statt­des­sen an kom­pli­zier­te zwi­schen­staat­li­che Rechts­hil­fe-Ver­fah­ren hal­ten müs­sen. Doch wer sol­che Schwie­rig­kei­ten be­klagt, muss nicht gleich al­le Grund­rech­te tor­pe­die­ren. Die Vor­stel­lung, dass deut­sche In­ter­net-Un­ter­neh­men am En­de man­gels staat­li­cher Mit­wir­kungs­mög­lich­kei­ten an der Ver­fol­gung po­li­ti­scher Op­po­si­tio­nel­ler be­tei­ligt sein könn­ten, die nach deut­schem Recht gar nicht straf­bar ist, wä­re aben­teu­er­lich. Nein, die­se Ver­ord­nung muss nach­ge­bes­sert wer­den. Wie bis­her soll­te ein Rich­ter den „Ein­bruch“in die Pri­vat­sphä­re ei­nes Ver­däch­ti­gen ge­neh­mi­gen.

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