Fre­se­ni­us zu­neh­mend un­ter Druck

Die zwei­te Ge­winn­war­nung in we­ni­gen Wo­chen lässt den Kurs ab­stür­zen.

Saarbruecker Zeitung - - Wirtschaft -

(dpa) Beim lan­ge er­folgs­ver­wöhn­ten Ge­sund­heits­kon­zern Fre­se­ni­us häu­fen sich die Pro­ble­me. Ges­tern Abend über­rasch­te der Dax-Kon­zern schon zum zwei­ten Mal bin­nen we­ni­ger Wo­chen mit ei­ner Ge­winn­war­nung. Das Un­ter­neh­men kappt we­gen Pro­ble­men im lau­fen­den Ge­schäft und ho­her In­ves­ti­tio­nen seine mit­tel­fris­ti­gen Zie­le für Um­satz und Ge­winn. Vor al­lem in sei­nen Pri­vat­kli­ni­ken in Deutsch­land und im Ge­schäft mit Nie­ren­er­kran­kun­gen bei der Toch­ter Fre­se­ni­us Me­di­cal Ca­re (FMC), die ein Werk in St. Wen­del be­treibt, be­kommt der Kon­zern Druck. An der Bör­se stürz­ten Fre­se­ni­us-Ak­ti­en ges­tern um über 18 Pro­zent auf un­ter 40 Eu­ro ab. Das ist der tiefs­te Stand seit über vier Jah­ren.

Auf Ba­sis der Er­war­tun­gen für 2018 und 2019 sei nicht mehr da­mit zu rech­nen, dass die Zie­le für 2020 er­reicht wür­den, er­klär­te das Bad Hom­bur­ger Un­ter­neh­men ges­tern. Ab 2020 sei ein Um­satz­wachs­tum aus ei­ge­ner Kraft im mitt­le­ren ein­stel­li­gen Be­reich zu er­war­ten. Das Kon­zern­er­geb­nis soll et­was stär­ker wach­sen. Fre­se­ni­us-Chef Ste­phan Sturm sprach ges­tern von ei­nem Über­gangs­jahr 2019.

FO­TO: OLI­VER DIET­ZE

Das Werk der Fre­se­ni­us-Toch­ter FMC in St. Wen­del hat sich auf Dia­ly­sa­to­ren spe­zia­li­siert. Sie wer­den zur Nie­ren­wä­sche ge­braucht.

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