Ford: Ro­bo­ta­xis brau­chen neue Fahr­zeug-Kon­zep­te

Saarbruecker Zeitung - - Wirtschaft -

(dpa) Fahr­diens­te mit selbst­fah­ren­den Au­tos wer­den laut dem Chef des Ford-Ro­bot­er­wa­gen-Pro­gramms stark an das Air­line-Ge­schäft er­in­nern. „In der Luft­fahrt-Bran­che will man nicht, dass Flug­zeu­ge auf dem Roll­feld oder am Gate ste­hen. Ge­nau­so müs­sen selbst­fah­ren­de Au­tos den Groß­teil des Ta­ges Men­schen oder Gü­ter trans­por­tie­ren“, sag­te She­rif Ma­rak­by auf der Tech­nik-Mes­se CES.

Für die­ses Ge­schäfts­mo­dell sei­en aber auch ganz an­de­re Au­tos nö­tig: „Heu­te wer­den Au­tos für ei­ne Span­ne von viel­leicht 240 000 Ki­lo­me­tern und zehn Jah­ren ent­wor­fen. Aber jetzt spre­chen wir von hun­dert­tau­sen­den Ki­lo­me­ter über ei­nen Zei­t­raum von drei Jah­ren.“Da­für wer­de man Au­tos mög­li­cher­wei­se – ähn­lich wie Flug­zeu­ge – zwi­schen­durch in ei­ne Ge­ne­ral­über­ho­lung schi­cken.

Ford wol­le ei­nen Ro­bo­ta­xi-Ser­vice 2021 in Mia­mi und der US-Haupt­stadt Wa­shing­ton star­ten, be­kräf­tig­te Ma­rak­by. Für das selbst­fah­ren­de Ta­xi wer­de ein spe­zi­ell da­für ge­bau­tes Fahr­zeug zum Ein­satz kom­men. Es wer­de ein Au­to mit Hy­brid-An­trieb sein und zu­min­dest in der ers­ten Zeit kein voll­elek­tri­scher Wa­gen, sag­te der Ford-Ma­na­ger. Denn die Bat­te­rie­fahr­zeu­ge sei­en noch nicht reif für ei­nen Be­trieb mit ho­her Aus­las­tung. „Acht St­un­den La­de­zeit pro Tag – das ist nicht prak­ti­ka­bel.“Mit der Zeit wer­de es dank tech­ni­scher Ver­bes­se­run­gen auch elek­tri­sche Ro­bo­ta­xis ge­ben – in Eu­ro­pa an­ge­sichts des po­li­ti­schen Drucks wohl auch frü­her als an­ders­wo. Ford ist ei­nes von vie­len Un­ter­neh­men, die an Ro­bo­ta­xi-Di­ens­ten ar­bei­ten. Auch Goog­le ist dort en­ga­giert.

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