For­scher su­chen nach Arz­nei­en aus Spin­nen­gift

Saarbruecker Zeitung - - Erste Seite -

(epd) Pfui, Spin­ne. Die acht­bei­ni­gen Tier­chen ha­ben bei vie­len Men­schen ein schlech­tes Image. So man­che Spin­ne stirbt im Staub­sau­ger. For­scher der Uni­ver­si­tät Gie­ßen set­zen da­ge­gen gro­ße Hoff­nun­gen auf Spin­nen. Die Wis­sen­schaft­ler un­ter­su­chen die Zu­sam­men­set­zung und An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten von Gif­ten hei­mi­scher Spin­nen­ar­ten. Die Gif­te könn­ten Kom­po­nen­ten be­inhal­ten, aus de­nen sich mög­li­cher­wei­se Arz­nei­mit­tel ent­wi­ckeln las­sen, teil­te die Uni­ver­si­tät am Mitt­woch mit.

Ak­tu­ell ha­ben die Wis­sen­schaft­ler viel­ver­spre­chen­de Bio­mo­le­kü­le im Gift der ein­hei­mi­schen We­spen­spin­ne ent­deckt. Die We­spen­spin­ne pro­du­zie­re Kom­po­nen­ten in ih­rem Giftap­pa­rat, „die bis­lang noch nie in ei­nem Spin­nen­gift iden­ti­fi­ziert wer­den konn­ten“, sag­te For­schungs­lei­te­rin Sarah Lem­ke vom Gie­ße­ner In­sti­tut für In­sek­ten-Bio­tech­no­lo­gie. Es wer­de ge­schätzt, dass sich aus den 50 000 be­kann­ten Spin­nen­ar­ten et­wa zehn Mil­lio­nen phar­ma­zeu­tisch nutz­ba­re Sub­stan­zen iso­lie­ren las­sen.

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