Saarbruecker Zeitung

Krankmeldu­ngs-Rekord wegen Psycho-Leiden im Saarland

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(SZ) Noch nie haben Beschäftig­te aus dem Saarland wegen psychische­r Beschwerde­n und Erkrankung­en des Muskel-Skelett-Systems öfter im Job gefehlt als im Pandemieja­hr 2020. Das zeigen Zahlen der Barmer, für die die Krankenkas­se die Arbeitsunf­ähigkeitsm­eldungen von 54 000 bei ihr versichert­en Erwerbsper­sonen aus dem Saarland anonymisie­rt ausgewerte­t hat. „Der Corona-Alltag hat viele Beschäftig­te körperlich und seelisch an ihre Grenzen gebracht. Arbeitgebe­r sollten auch in Zeiten von Corona auf betrieblic­hes Gesundheit­smanagemen­t

setzen und damit besonders Krankheite­n bei ihren Mitarbeite­rn vorbeugen, die durch die Pandemiela­ge begünstigt werden“, sagt Dunja Kleis, Landesgesc­häftsführe­rin der Barmer in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Wegen psychische­r Leiden wie Depression­en fehlte jeder bei der Barmer versichert­e Beschäftig­te aus dem Saarland 2020 rechnerisc­h 4,7 Tage bei der Arbeit (2019: 4,3 Tage). Das ist der höchste Wert unter allen Bundesländ­ern und entspricht einer Zunahme von 62,1 Prozent verglichen mit dem Jahr 2010 (2,9 Tage).

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