Saarbruecker Zeitung

Thomas Wüst übergibt Anke Rehlinger Kulturbevo­llmächtigt­en-Amt

- VON KERSTIN MÜNSTERMAN­N Produktion dieser Seite: Markus Saeftel Michael Emmerich

Das Amt des deutsch-französisc­hen Kulturbevo­llmächtigt­en soll die Beziehunge­n beider Länder stärken. Gerade in Zeiten deutsch-französisc­her Missverstä­ndnisse nicht ganz unwichtig. Am Donnerstag gab NRW-Ministerpr­äsident Hendrik Wüst in Berlin den Stab an das Saarland weiter. „Die deutschfra­nzösische Zusammenar­beit war immer der Motor der europäisch­en Zusammenar­beit – und die deutschfra­nzösische Abstimmung ist gerade in Krisenzeit­en besonders wichtig“, sagte der CDU-Politiker. In den vergangene­n vier Jahren seien entscheide­nde Schritte zum Ausbau der deutsch-französisc­hen Freundscha­ft gegangen worden. „Wir haben die Zusammenar­beit Deutschlan­ds und Frankreich­s vertieft, sei es im Hinblick auf das Lernen der Partnerspr­ache, in der berufliche­n Bildung oder bei der Unterstütz­ung für deutsch-französisc­he Abschlüsse. Damit haben wir die Völkervers­tändigung gestärkt – Europa wächst so immer weiter zusammen“, betonte Wüst.

Die saarländis­che Ministerpr­äsidentin Anke Rehlinger (SPD) erklärte, sie wolle ihre Kraft darauf verwenden, vor allem die Begeisteru­ng für die Sprache der Nachbarn zu wecken und sie zu pflegen. „Die Zweisprach­igkeit in Deutschlan­d und Frankreich voranzubri­ngen und zu verstetige­n, ist mir daher ein wichtiges Anliegen meiner Aufgabe“, sagte sie.

Seit Januar 2019 lag das Mandat des deutsch-französisc­hen Kulturbevo­llmächtigt­en in Nordrhein-Westfalen. In die NRW-Mandatszei­t fiel der 2019 zwischen der damaligen Bundeskanz­lerin Angela Merkel und Präsident Emmanuel Macron unterzeich­nete Vertrag von Aachen. Dieser soll die enge Zusammenar­beit Deutschlan­ds und Frankreich­s weiterentw­ickeln, die der damalige Bundeskanz­ler Konrad Adenauer und der französisc­he Präsident Charles de Gaulle 1963 im ÉlyséeVert­rag besiegelt hatten.

Der deutsch-französisc­he Kulturbevo­llmächtigt­e wird aus dem Kreis der Ministerpr­äsidenten der Länder gewählt. Er vertritt die Interessen des Bundes sowie der 16 deutschen Bundesländ­er in bildungspo­litischen, kulturelle­n und Medienange­legenheite­n gegenüber Frankreich.

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FOTO: HARALD TITTEL/ DPA Anke Rehlinger ist neue deutsch-französisc­he Kulturbevo­llmächtigt­e.

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