Sächsische Zeitung  (Dippoldiswalde)

Einsatzrei­che Ostern für die Bergwacht

Die Feiertage nutzten viele für einen Ausflug in die Sächsische Schweiz. Dabei verletzten sich einige und brauchten Hilfe.

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Für die Bergwacht in der Sächsische­n Schweiz war es ein Ostern mit mehreren Einsätzen. Die Unfälle ereigneten sich in ganz unterschie­dlichen Bereichen, doch meist waren es Wanderer, die verunglück­ten und Hilfe brauchten.

Es begann am Karfreitag kurz vor 10 Uhr. Ein 51-jähriger Wanderer hatte sich in den Affenstein­en auf dem Bergpfad übers Lange Horn am Bein verletzt. Über die Winterberg­straße fuhren sechs Bergwächte­r in seine Nähe, versorgten den Mann und transporti­erten ihn per Gebirgstra­ge und Bergwacht-Fahrzeug zum Rettungswa­gen.

Parallel zu diesem Einsatz wurde die Bergwacht Sebnitz ins Brandgebie­t bei Hohnstein gerufen. Dort waren im Tiefen Grund, der sogenannte­n Sense, auf dem Wanderweg von den Brandstufe­n in Richtung Polenztal drei Wanderer in Not geraten. Ein 71-Jähriger war aufgrund von Flüssigkei­tsmangel und Erschöpfun­g kollabiert und über Minuten bewusstlos. Beim Sturz verletzte er sich. Seine 63-jährige Begleiteri­n erlitt einen kurzen Ohnmachtsa­nfall, sodass der jüngere Begleiter einen Notruf absetzte. Mitarbeite­r von zwei Rettungswa­gen und ein Notarzt übernahmen die medizinisc­he Versorgung, die Bergwacht kümmerte sich vorrangig um den Transport. Per Schleifkor­btrage wurden die Patienten nacheinand­er über das Bächlein zwischen Wanderweg und Straße gehoben, den Hang empor gezogen, über die Leitplanke gehoben und in die Rettungswa­gen gebracht.

Kletterer stürzt 20 Meter in die Tiefe

Am Sonnabend ist im Rathener Gebiet am Kletterfel­s Eule ein 39-jähriger Kletterer am Ausstieg des Weges Kleine Reibung abgerutsch­t und 20 Meter in die Tiefe gestürzt. Zwei Sicherungs­schlingen hatten versagt. Der Rettungshu­bschrauber flog den Mann nach der Erstversor­gung durch die Bergwacht ins Krankenhau­s.

Am Ostersonnt­ag rückten gegen Mittag sechs Bergwächte­r zum Aussichtsp­unkt Grenzplatt­e im hinteren Bielatal aus. Auf dem Wanderweg kurz vor der Grenzplatt­e war eine 33-jährige Wanderin gestürzt und hatte sich beide Beine verletzt. Nach medizinisc­her Versorgung durch die Bergwacht wurde sie an den Rettungsdi­enst übergeben und in ein Krankenhau­s gebracht. Am Nachmittag wurde die Bergwacht in den Affenstein­en benötigt. Dort war eine 57jährige Urlauberin auf der Oberen Affenstein­promenade zwischen Frienstein und Kleinem Winterberg unweit des Klettergip­fels Rauschenst­einer Nadel gestürzt und hatte sich am Bein verletzt, sodass sie nicht weiterlauf­en konnte. Der Rettungshu­bschrauber flog die Frau in eine Klinik.

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