In­fra­struk­tur im Fo­kus in­sti­tu­tio­nel­ler In­ves­to­ren

Laut Schät­zung der OECD wird der welt­weit ku­mu­lier­te In­fra­struk­tur­be­darf bis 2030 auf 65 Bil­lio­nen USD an­stei­gen

Sachwert Magazin - - Investment -

Al­lei­ne die Ba­sis und die Fak­ten: In­fra­struk­tur hat sich in Zei­ten knap­per öf­fent­li­cher Haus­hal­te in vie­len Län­dern als ei­ne ei­gen, stark wach­sen­de An­la­ge­klas­se eta­bliert. Heu­te wer­den not­wen­di­ge In­ves­ti­tio­nen in öf­fent­li­che In­fra­struk­tur­pro­jek­te in zu­neh­men­der Ma­ße pri­vat­wirt­schaft­lich oder in Kom­bi­na­ti­on mit der öf­fent­li­chen Hand fi­nan­ziert. In­fra­struk­tu­ren sind das Rück­grat mo­der­ner Volks­wirt­schaf­ten. Funk­tio­nie­ren­de Stra­ßen­net­ze, Au­to­bah­nen, Flug­hä­fen, Kran­ken­häu­ser oder ei­ne so­li­de Strom­ver­sor­gung sind Vor­aus­set­zung für Er­folg und Wachs­tum in ei­ner von Glo­ba­li­sie­rung ge­präg­ten Ge­sell­schaft.

Der Be­darf an In­fra­struk­tur­in­ves­ti­tio­nen wächst kon­ti­nu­ier­lich und kann von staat­li­cher Seite kaum mehr fi­nan­ziert wer­den. In vie­len Ent­wick­lungs­län­dern ist selbst Ba­sis­in­fra­struk­tur feh­ler­haft, un­ge­nü­gend oder schlicht nicht exis­tent. Mehr als 1 Mrd. Men­schen ha­ben kei­nen Zu­gang zu Elek­tri­zi­tät. Mehr als 800 Mio. Men­schen ha­ben kei­nen Zu­gang zu sau­be­rem Trink­was­ser. Mehr als 1 Mrd. Men­schen woh­nen wei­ter als 2 km von ei­nem

Stra­ßen­zu­gang ent­fernt.

Pri­va­te In­ves­ti­tio­nen in

In­fra­struk­tur von Schwel­len­län­dern sind Stand heu­te er­for­der­lich. Re­gie­run­gen kön­nen die De­fi­zi­te in der In­fra­struk­tur­ver­sor­gung nicht mit den Steu­er­ein­nah­men fi­nan­zie­ren – die Ein­be­zie­hung pri­va­ten Ka­pi­tals ist hier er­for­der­lich. Der Be­darf an In­ves­ti­tio­nen in Schwel­len­län­dern be­läuft sich nach Schät­zun­gen der IFC (Welt­bank) für die nächs­ten 10 Jah­re auf mehr als 2 Bil­lio­nen USD pro Jahr, dop­pelt so viel wie heu­te in­ves­tiert wird. Laut Schät­zung der OECD wird der welt­weit ku­mu­lier­te In­fra­struk­tur­be­darf bis 2030 auf 65 Bil­lio­nen USD an­stei­gen Die­se Fak­ten bil­den die Ba­sis für in­ter­es­san­te In­ves­ti­ti­ons­mög­lich­kei­ten – nicht nur für in­sti­tu­tio­nel­le In­ves­to­ren!

Das klingt nach ei­ner rie­si­gen staat­li­chen Fi­nan­zie­rungs­lü­cke.

De­fi­ni­tiv: An­ge­sichts der an­ge­spann­ten Fi­nanz­si­tua­ti­on geht die Sche­re zwi­schen stei­gen­dem Be­darf an In­fra­struk­tur­in­ves­ti­tio­nen und den ent­spre­chen­den Fi­nan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten in den meis­ten In­dus­trie­und Schwel­len­län­dern im­mer wei­ter aus­ein­an­der. Be­reits heu­te be­läuft sich die welt­wei­te Fi­nan­zie­rungs­lü­cke – je nach Qu­el­le – auf min­des­tens ei­ne, eher so­gar zwei Bil­lio­nen Us-dol­lar pro Jahr. Sie dürf­te sich künf­tig noch wei­ter aus­deh­nen. Pri­vat fi­nan­zier­te und be­trie­be­ne In­fra-

Sy­mon Har­dy Godl, Ge­schäfts­füh­rer Deut­sche Fi­nan­ce As­set Ma­nage­ment.

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