Dar­auf kön­nen sich Kun­den von En­ter­tain Sat freu­en

Seit 2013 bie­tet die deut­sche Te­le­kom ne­ben dem klas­si­schen IPTV auch ei­ne Lö­sung an, bei der Si­gna­le di­rekt vom Sa­tel­li­ten emp­fan­gen wer­den. Nun star­tet En­ter­tain-sat un­ter der Be­zeich­nung En­ter­taintv Sat neu durch.

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Im Mai wird En­ter­taintv Sat an den Start ge­hen. Die neue Platt­form un­ter­schei­det sich von ih­rem Vor­gän­ger doch deut­lich und rückt we­sent­lich nä­her an das rein Ip-ba­sier­te En­ter­tain-pro­dukt her­an. Die SATELLITRe­dak­ti­on hat­te schon vor­ab die Mög­lich­keit, sich En­ter­tain TV Sat am Te­le­kom-stand­ort in Darm­stadt ein­mal ge­nau­er an­zu­schau­en.

Mehr Band­brei­te nö­tig

Wäh­rend En­ter­tain Sat mit ge­rin­gen Band­brei­ten um­ge­hen konn­te, wer­den für En­ter­taintv Sat hö­he­re Band­brei­ten ab 16 000 Mbit/se­kun­de be­nö­tigt. Auf­grund der Tat­sa­che, dass die­se Band­brei­te heu­te in vie­len Ge­bie­ten zur Ver­fü­gung steht und nur noch we­ni­ge Ge­bie­te mit we­ni­ger aus­kom­men müs­sen, hat man sich beim An­bie­ter auf die­se Min­dest­vor­aus­set­zung ge­ei­nigt, um mehr Kom­fort­funk­tio­nen stan­dard­mä­ßig an­bie­ten zu kön­nen. Wer heu­te En­ter­taintv mit ei­ner ge­rin­ge­ren Band­brei­te nutzt, muss aber kei­ne Angst ha­ben, bald ganz oh­ne TV da­zu­ste­hen. Denn das bis­he­ri­ge Pro­dukt wird zwar nicht mehr ak­tiv ver­mar­ket, aber wei­ter­hin für Be­stand­kun­den be­reit­ge­stellt.

Neu­er Re­cei­ver

Das Herz­stück von En­ter­taintv Sat ist der neue Me­dia­re­cei­ver MR 601, der in schwar­zer Far­be an­ge­bo­ten wird. Er äh­nelt stark dem seit En­de letz­ten Jah­res an­ge­bo­te­nen MR 401 für rei­nes IPTV. Der MR 601 ist et­was grö­ßer und hat ne­ben dem klas­si­schen Netz­werk­an­schluss auch noch zwei Tu­ner-an­schlüs­se ver­baut. Mit die­sem Twin-dvb-s2-tu­ner las­sen sich Si­gna­le ver­schie­de­ner Sa­tel­li­ten­po­si­tio­nen – in ers­ter Li­nie na­tür­lich As­tra auf 19,2 Grad Ost – emp­fan­gen. An der Front steht wie beim MR 401 auch ein al­pha­nu­me­ri­sches Dis­play zur Ver­fü­gung, das den Sen­der­na­men und wei­te­re Zu­satz­in­fos an­zei­gen kann. Auch Grund­be­dien­ele­men­te sind hier zu fin­den. Die Rück­sei­te weist die nö­ti­gen wei­te­ren An­schlüs­se auf: zwei USB 3.0-An­schlüs­se, je ei­nen op­ti­schen und ko­axia­len Ton­di­gi­tal­aus­gang und ei­nen Hdmi-an­schluss, über den auch Uhd-ma­te­ri­al in per­fek­ter Qua­li­tät auf den Bild­schirm ge­langt. An der rech­ten Sei­te ist wie auch beim rei­nen Iptv-mo­dell der Fest­plat­ten­schacht ver­baut, in dem sich ei­ne 500 Gi­ga­byte gro­ße Fest­plat­te be­fin­det. Das Netz­teil ist ein­mal mehr aus­ge­la­gert. Bei der Fern­be­die­nung hat sich ge­gen­über dem rei­nen Iptv-mo­dell nichts ge­än­dert.

Emp­fangs­wahl

Ge­gen­über dem bis­he­ri­gen En­ter­tain-sat-an­ge­bot sind die Än­de­run­gen vor al­lem bei der Ka­nal­viel­falt zu fin­den. Sämt­li­che An­ge­bo­te – un­ter an­de­rem Te­le­kom Sport, die En­ter­taintv-pay-tv-pa­ke­te in­klu­si­ve Big TV. Aber auch die be­kann­ten Apps der Iptv-ge­rä­te kön­nen mit dem neu­en En­ter­taintv Sat ge­nutzt wer­den. Das Ge­rät emp­fängt da­bei sämt­li­che über Sa­tel­lit frei emp­fang­ba­ren Ka­nä­le vom Or­bi­ter. Die Pay-tv-an­ge­bo­te

wer­den aber rein über das Ip-netz emp­fan­gen, eben­so vie­le Zu­satz­funk­tio­nen. Än­de­run­gen gibt es auch beim Emp­fang der pri­va­ten Hdtv-sen­der. Denn die­se wur­den bei En­ter­tain Sat bis­her in Zu­sam­men­ar­beit mit HD Plus be­reit­ge­stellt, d. h. die vor­an­ge­gan­ge­nen En­ter­tain-sat-mo­del­le hat­ten ei­nen Kar­ten­le­ser für die HDPlus-kar­te an Bord. Das ist beim MR 601 nicht mehr der Fall. Auch RTL HD, Sat 1 HD und Co. wer­den via IPTV emp­fan­gen. Ei­ne Be­son­der­heit gibt es für al­le frei über Sa­tel­lit ver­füg­ba­ren Pro­gram­me, egal ob HDTV oder in Stan­dard-qua­li­tät. Ge­ne­rell wer­den die Sen­der näm­lich via Sa­tel­lit emp­fan­gen, der Nut­zer kann den Emp­fangs­weg aber über die Op­ti­ons­tas­te an­pas­sen und wahl­wei­se auf IPTV um­stel­len oder auf den Emp­fang der Sd-ver­si­on. Auch beim Aus­fall des Sa­tel­li­ten­emp­fangs­we­ges wird die­ser ge­wech­selt. En­ter­taintv-sat schafft es al­so, auch bei star­kem Ge­wit­ter oder Schnee­fall ein sta­bi­les Bild – so­fern der Emp­fangs­weg IPTV ver­füg­bar ist – auf die Matt­schei­be zu zau­bern. Bei Auf­nah­men – auch beim neu­en En­ter­taintv Sat sind Mehr­fach­auf­nah­men mög­lich – wird, wenn bei­de Sat-tu­ner be­nutzt wer­den, eben­falls auf IPTV aus­ge­wi­chen.

Kom­fort­funk­ti­on

Ei­ne in den letz­ten Mo­na­ten zu­neh­mend be­lieb­te Neue­rung ist die Re­start-funk­ti­on. Die Te­le­kom hat die­se schon früh­zei­tig vor rund zwei Jah­ren für En­ter­taintv via IPTV be­reit­ge­stellt, an­de­re Pro­vi­der zo­gen nach. Nun kom­men auch Nut­zer von En­ter­taintv Sat in den Ge­nuss, die­ses nütz­li­che Ex­tra zu ver­wen­den. Re­play steht bei ei­ner Viel­zahl der Sen­der zur Ver­fü­gung und kann ei­ne be­reits lau­fen­de Sen­dung wie­der von Be­ginn an star­ten. Da­bei wird al­ler­dings wie­der­um auf den Ip-emp­fangs­weg zu­rück­ge­grif­fen. Der Nut­zer muss im Ge­gen­satz zur Time­s­hift-funk­ti­on, die die Box auch an­bie­tet, vor­her nicht auf dem Ka­nal ge­we­sen sein, son­dern er kann Re­play auch dann nut­zen, wenn er im Zap­ping­mo­dus ist und beim Durch­zap­pen ir­gend­wo ei­ne in­ter­es­san­te Sen­dung auf­spürt. Ne­ben Re­start kön­nen be­reits ge­lau­fe­ne Sen­dun­gen auch mit der Re­play-funk­ti­on zu­rück­ge­spult wer­den. Sie­ben Ta­ge ste­hen hier vie­le der auf den ver­schie­de­nen Sen­dern aus­ge­strahl­ten In­hal­te pa­rat. Des Wei­te­ren sind auch Zu­satz­funk­tio­nen wie die Me­dia­the­ken­nut­zung und die Ver­wen­dung des En­ter­taintv-ei­ge­nen Se­ri­en­por­tals so­wie Vi­deo­load un­ein­ge­schränkt mög­lich. Hin­zu kommt die App-un­ter­stüt­zung und da­mit auch der Zu­griff auf Net­flix, Max­do­me, Youtu­be und vie­le wei­te­re in­ter­es­san­te Di­ens­te. Beim The­ma Ra­dio­emp­fang setzt die Te­le­kom bei En­ter­taintv Sat nun aus­schließ­lich auf Web­ra­dio. Auch auf die Voll­text­such­funk­ti­on wur­de nicht ver­zich­tet. So­mit kann nach Stich­wor­ten ge­sucht

wer­den, um bei­spiels­wei­se kei­ne Fol­ge der Lieb­lings­se­rie zu ver­pas­sen.

Sat-emp­fang

Wie be­reits beim bis­he­ri­gen En­ter­tain Sat nutzt auch En­ter­tain TV Sat Twin-tu­ner zum Emp­fang der Sat-si­gna­le. Der im MR 601 ver­bau­te Bcm-tu­ner-chip ist al­ler­dings auch in der La­ge, zu­künf­tig im Fbc-mo­dus be­trie­ben zu wer­den. Die­se Funk­ti­on wird aktuell noch aus­ge­blen­det, kann aber laut Aus­sa­ge des Pro­dukt­ma­na­gers von En­ter­taintv Sat per Up­date nach­ge­rüs­tet wer­den. An­sons­ten ste­hen die Di­se­qc-pro­to­kol­le 1.0 so­wie Unica­ble zur Ver­fü­gung. Bis zu vier Sa­tel­li­ten­sys­te­me sind da­her par­al­lel nutz­bar. Ei­ne Be­son­der­heit ist die wei­ter­hin ta­ges­ak­tu­el­le Sen­der­lis­te von En­ter­taintv Sat. Für ins­ge­samt 14 vor­pro­gram­mier­te Sa­tel­li­ten­po­si­tio­nen ist ei­ne re­dak­tio­nell auf­be­rei­te­te Ka­nal­lis­te ent­hal­ten, die ta­ges­ak­tu­ell neue Sen­der, ganz oh­ne Such­lauf in die Lis­te auf­nimmt. En­ter­taintv Sat-nut­zer ha­ben so­mit stets je­den neu­en Sen­der in der Sen­der­lis­te und das ganz oh­ne selbst ei­nen Such­lauf star­ten zu müs­sen. Be­son­ders in­ter­es­sant ist das An­ge­bot auch für all je­ne, die gern et­was über den Tel­ler­rand hin­aus­schau­en wol­len und fremd­spra­chi­ge An­ge­bo­te oh­ne Zu­satz­kos­ten nut­zen möch­ten, bei­spiels­wei­se zwei­spra­chi­ge Fa­mi­li­en, wo das klas­si­sche En­ter­taintv bis­her nicht das pas­sen­de Fremd­spra­chen­an­ge­bot im Port­fo­lio hat­te.

In­for­ma­ti­ve Me­nüs

Al­le Me­nüs wur­den 1:1 vom be­kann­ten Te­le­kom-me­dia­re­cei­ver über­nom­men. Die­se sind sehr über­sicht­lich und oft auch il­lus­tra­tiv ge­stal­tet. Egal ob der Zu­schau­er nur die Epg-in­for­ma­ti­on se­hen will oder sich in der Su­che be­fin­det, die Me­nü­füh­rung ist ähn­lich in ho­ri­zon­ta­ler Aus­rich­tung ge­stal­tet. Ent­spre­chen­de Un­ter­punk­te kön­nen mit­tels Steuer­kreuz auf dem Si­gnal­ge­ber mit der Ok-tas­te aus­ge­wählt wer­den. Bei Schrift­grö­ße und Schrift­art wur­de auf gut les­ba­re Let­ter wert ge­legt. Für all je­ne, die mehr ein­stel­len möch­ten, bie­tet die Box auch ein Me­nü an, in dem der Nut­zer ei­ni­ge Gr­und­funk­tio­nen nach­kon­fi­gu­rie­ren kann.

Uhd-emp­fang

Ul­trahoch­auf­lö­sen­de Sen­dun­gen sind mit dem neu­en MR 601 pro­blem­los dar­stell­bar. Egal ob die In­hal­te via IPTV, bei­spiels­wei­se von Vi­deo­load, Net­flix oder Youtu­be zu­ge­spielt wer­den oder via Sat-tu­ner auf den Re­cei­ver ge­lan­gen, die Box gibt sie in op­ti­ma­ler Qua­li­tät an das an­ge­schlos­se­ne Tv-ge­rät ab. Auch Hdr-si­gna­le wer­den per­fekt ver­ar­bei­tet. So­mit sind Uhd-bil­der mit na­tür­li­cher Bild­wie­der­ga­be durch ei­nen er­höh­ten Kon­trast und hö­he­re Farb­tie­fe ge­währ­leis­tet.

Wech­sel mög­lich

Ab An­fang Mai kön­nen En­ter­taintv-kun­den, En­ter­tain Sat-kun­den aber auch al­le, die den Kom­fort des neu­en An­ge­bo­tes nut­zen wol­len, auf En­ter­taintv Sat wech­seln. Die Vor­aus­set­zun­gen sind ge­ring: zum ei­nen wird ein Ma­gen­ta Zu­hau­se L oder S-ta­rif be­nö­tigt, der min­des­tens 16 Mbit/s be­reit­stel­len soll­te. Na­tür­lich emp­fiehlt es sich zu­sätz­lich, auch ei­nen Sa­tel­li­ten­an­schluss zu ha­ben, da sonst die Vor­zü­ge ge­gen­über dem klas­si­schen En­ter­taintv nicht aus­ge­kos­tet wer­den kön­nen. Aktuell noch nicht ver­füg­bar ist der Zweit­re­cei­ver, der erst ab dem 2. Halb­jahr 2018 ver­füg­bar sein wird.

Fa­zit

Mit En­ter­taintv-sat ver­bin­det die Te­le­kom zwei Wel­ten op­ti­mal mit­ein­an­der. Klas­si­sches Fernsehen wird über den be­lieb­ten und be­währ­ten Emp­fangs­weg Sa­tel­lit emp­fan­gen, Zu­satz­in­hal­te und Pay-tv-an­ge­bo­te wer­den über IPTV zur Ver­fü­gung ge­stellt. Die neue MR 601-Box macht schon beim ers­ten Vor­ab­check ei­nen gu­ten Ein­druck. Schnel­lig­keit und Leis­tungs­fä­hig­keit zäh­len zu ih­ren Stär­ken. In ei­ner der kom­men­den Aus­ga­ben neh­men wir die Box im Test­la­bor noch et­was ge­nau­er un­ter die Lu­pe.

Der Hy­bridre­cei­ver der Te­le­kom emp­fängt die Tv-si­gna­le wahl­wei­se über den ein­ge­bau­ten Twin-tu­ner via Sa­tel­lit oder al­ter­na­tiv als hoch­wer­ti­ge Netz­werk­streams

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