Schloss­de­cke mit Gro­tes­ken um 1600

Von Dr. Ul­rich Mor­gen­roth

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In der Stil­epo­che Re­nais­sance ent­deck­te man den For­men­schatz der An­ti­ken Kunst wie­der. In Rom hat­te man zum Bei­spiel die un­ter­ir­di­schen Rui­nen des Pa­las­tes des rö­mi­schen Kai­sers Ne­ro wie­der­ent­deckt. Die­ser war mit den Darstel­lun­gen vie­ler phan­tas­ti­scher Fa­bel­we­sen aus­ge­malt. Da die un­ter­ir­di­schen Räu­me wie ei­ne Grot­te aus­sa­hen, nann­te e man die Mo­ti­ve ab die­sem Zeit­punkt „Gro­tes­ken“. Phan­tas­ti­sche We­sen, die aus Kör­per­tei­len ver­schie­dens­ter Tie­re zu­sam­men­ge­setzt sind, ken­nen wir be­reits aus dem Al­ten Ori­ent und Ägyp­ten. Das be­rühm­tes­te Bei­spiel ist si­cher die ägyp­ti­sche Sphinx. Heu­te tau­chen die­se Mo­ti­ve oft in Fan­ta­sy­fil­men wie den Har­ry Pot­ter Aben­teu­ern auf. Die­se Schloss­de­cke mit ih­ren bei­den

durch ih­re Gestal­tung un­ge­wöhn­lich, son­dern auch durch die Her­stel­lungs­tech­nik, denn sie be­steht aus ge­trie­be­nem Ei­sen. Die Tech­nik des iibens, bei von der ck­sei­te mit schie­den Hämrnr und ßelnß das mt wird, st bei Bunt­me­tal­len durch­aus üb­lich, bei Ei­sen aber we­gen der Be­schaf­fen­heit des Ma­te­ri­als ex­trem sel­ten und for­dert dem Künst­ler her­aus­ra­gen­de Fä­hig­kei­ten ab.

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