Am Bau herrscht Kon­junk­tur

ZDB blickt po­si­tiv auf das Jahr 2016

schloss+beschlagmarkt - - Wirtschaft + Bau -

„Wir rech­nen mit ei­nem Um­satz­wachs­tum von 5,5 Pro­zent auf 106,5 Mil­li­ar­den Eu­ro für das Ge­samt­jahr 2016. In 2017 kann mit ei­nem wei­te­ren Wachs­tum von drei Pro­zent ge­rech­net wer­den. Der Um­satz wird dann bei 110 Mil­li­ar­den Eu­ro lie­gen.“Mit die­sen Wor­ten fass­te der Prä­si­dent des Zen­tral­ver­ban­des Deut­sches Bau­ge­wer­be,

die La­ge zum Jah­res­en­de 2016 am Bau zu­sam­men. Der Ge­samt­um­satz liegt im Zei­t­raum Ja­nu­ar bis Au­gust 2016 bei 64 Mil­li­ar­den Eu­ro (+ sechs Pro­zent). Ei­nen Wer­muts­trop­fen gibt es für die Bau­un­ter­neh­men den­noch: „Wie in den letz­ten Jah­ren auch, le­gen die Prei­se für Bau­leis­tun­gen wei­ter nur mo­de­rat um zwei Pro­zent zu. Trotz gu­ter Kon­junk­tur ver­bes­sert sich die Er­trags­la­ge der Un­ter­neh­men nicht in glei­chem Ma­ße“, so Loewen­stein wei­ter. Der Woh­nungs­bau brummt. Mit gut 24,5 Mil­li­ar­den Eu­ro liegt das Um­satz­wachs­tum per Au­gust bei neun Pro­zent. Die Auf­trags­bü­cher sind nach wie vor gut ge­füllt. Für das Jahr 2016 ist ins­ge­samt mit ei­nem Um­satz­wachs­tum von rund acht Pro­zent zu rech­nen. „Das heißt, wir ge­hen wei­ter­hin von rund 290 000 neu­en Woh­nun­gen aus; das ist an­ge­sichts des Aus­gangs­ni­veaus von 248 000 Woh­nun­gen in 2015, was deut­lich nied­ri­ger als er­war­tet war, sehr am­bi­tio­niert“, so Loewen­stein. Auch die Nach­fra­ge im Wirt­schafts­bau zeigt sich ent­ge­gen der Er­war­tun­gen sta­bil. Im an­teils­star­ken Hoch­bau lie­gen die Auf­trags­ein­gän­ge mo­nat­lich kon­stant mit + 20 Pro­zent über dem Vor­jah­res­ni­veau. Die Aus­las­tung der In­dus­trie­ka­pa­zi­tä­ten liegt seit drei Jah­ren bei 85 Pro­zent auf ho­hem Ni­veau. Ro­bust (+ 30 Pro­zent) zeigt sich ins­be­son­de­re die Nach­fra­ge bei den Fa­b­rik­ge­bäu­den. Et­was vo­la­ti­ler – aber eben­falls je­weils mit deut­li­chem Plus ge­gen­über dem Vor­jahr – wer­den Bau­ge­neh­mi- gun­gen für Han­dels- und Bü­ro­ge­bäu­de be­an­tragt. Im Tief­bau be­stä­tigt sich die er­war­te­te Ent­wick­lung: Die Auf­trags­ein­gän­ge lie­gen sta­bil bei rund sie­ben Pro­zent. Die Um­sät­ze lie­gen per Au­gust mit gut 22 Mil­li­ar­den Eu­ro um cir­ca drei Pro­zent über dem Vor­jah­res­wert. 2016 wird im Wirt­schafts­bau mit ei­nem Um­satz­wachs­tum von drei Pro­zent ge­rech­net. Ei­ne deut­lich hö­he­re In­ves­ti­ti­ons­be­reit­schaft als im Vor­jahr zeigt auch die öf­fent­li­che Hand. Der Auf­trags­ein­gang liegt mit 17,4 Mil­li­ar­den Eu­ro um 2,7 Mil­li­ar­den Eu­ro hö­her als per Au­gust 2015 (+ 18 Pro­zent). Bis Au­gust wur­de im öf­fent­li­chen Bau ein Um­satz von 17,3 Mil­li­ar­den Eu­ro rea­li­siert (+ 5,2 Pro­zent). Für das Jahr 2016 rech­net der Ver­band mit ei­ner Stei­ge­rung um 5,5 Pro­zent.

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