Was nach der BAU bleibt

schloss+beschlagmarkt - - Editorial - Herz­li­che Grü­ße

Es war wie­der ei­ne BAU der Su­per­la­ti­ve: Mehr als 2 000 Aus­stel­ler, die mit dem Ver­lauf der Mes­se mehr als zu­frie­den wa­ren, über ei­ne Vier­tel­mil­li­on Be­su­cher, de­ren Er­war­tun­gen ge­mäß Um­fra­ge fast kom­plett er­füllt wur­den und zu­dem ei­ne stei­gen­de In­ter­na­tio­na­li­tät durch noch mehr Be­su­cher aus dem Aus­land als die Mes­se bis­her nach Mün­chen lo­cken konn­te. Den Zah­len ent­spre­chend war die Stim­mung in den Hal­len. Doch so po­si­tiv die Re­so­nanz auf das Mes­se­ge­sche­hen ist und so op­ti­mis­tisch der Blick auf das ak­tu­el­le Ge­schäfts­jahr sei­tens der Her­stel­ler auch aus­fällt – es gibt sie wei­ter­hin, die Her­aus­for­de­run­gen, die al­le­samt nicht neu sind. Das ha­ben Ge­sprä­che der Re­dak­ti­on auf der BAU eben­so ge­zeigt, wie un­se­re Um­fra­ge, an der vie­le Aus­stel­ler teil­ge­nom­men ha­ben (al­le Ant­wor­ten fin­den Sie auf un­se­rer In­ter­net­sei­te www.fens­ter-tue­ren­tech­nik.de un­ter den Ru­bri­ken Fach­han­del und Be­schlag­tech­nik). So tobt der seit ei­ni­gen Jah­ren an­hal­ten­de Preis­kampf wei­ter, und das bei gleich­zei­tig stei­gen­den Roh­ma­te­ri­al­prei­sen. Dem Preis­ver­fall wol­len die meis­ten Her­stel­ler mit ei­ner Qua­li­täts­of­fen­si­ve be­geg­nen statt durch ein sich ge­gen­sei­ti­ges Un­ter­bie­ten den Ver­fall wei­ter vor­an­zu­trei­ben. Zu­dem zäh­len die Di­gi­ta­li­sie­rung und der On­li­ne-Han­del wei­ter­hin zu den The­men, die die Bran­che be­schäf­ti­gen wer­den. Hier liegt vor vie­len Be­tei­lig­ten noch ei­ne Men­ge Ar­beit, aber auch ei­ni­ge Un­wäg­bar­kei­ten. Ähn­lich ver­hält es sich mit Smart Ho­me. Un­ter­neh­men, die sich zu­neh­mend auf die­sen Be­reich fo­kus­sie­ren, se­hen dar­in ei­nen wach­sen­den Stel­len­wert für die Bran­che. Es sei fest­zu­stel­len, dass die Nach­fra­ge nach Smart Ho­me-Lö­sun­gen stei­ge. Da­her gel­te es, die Chan­ce zu nut­zen, auch wenn ei­ni­ge da­mit Neu­land be­tre­ten, meint Ge­schäfts­be­reichs­lei­ter Markt-Kun­den von Sie­ge­nia, Guy Mul­ler. Rund um Smart Ho­me-Pro­duk­te müs­se ei­ne kom­pe­ten­te Un­ter­stüt­zung so­wie er­gän­zen­de Ser­vice- und Mon­ta­ge­leis- tun­gen ge­bo­ten wer­den. Dar­über hin­aus er­war­ten End­an­wen­der zu Recht her­stel­ler­über­grei­fen­de Lö­sun­gen, die für Ver­net­zung und Kom­pa­ti­bi­li­tät sor­gen. Und als wür­den die­se Her­aus­for­de­run­gen noch nicht rei­chen, kommt die po­li­ti­sche und wirt­schaft­li­che Si­tua­ti­on hin­zu, die in man­chen Län­dern der Er­de der­zeit recht in­sta­bil ist. Den­noch ist die Bran­che weit da­von ent­fernt, Tr­üb­sal zu bla­sen. Viel­mehr sind sich al­le Markt­teil­neh­mer ziem­lich gut be­wusst, was die­ses Jahr an­steht. Doch die Grund­stim­mung ist auf­grund ei­nes er­folg­rei­chen Jah­res 2016 und ei­nem po­si­ti­ven Start ins Jahr 2017 gut – was auch zum Er­folg der Welt­leit­mes­se in Mün­chen bei­ge­tra­gen hat. Bleibt zu hof­fen, dass sich die Bran­che die­se Ba­sis er­hal­ten kann, denn auf ih­rer Grund­la­ge sind die Her­aus­for­de­run­gen si­cher bes­ser zu meis­tern als in trü­ben Zei­ten. Al­so ran ans Werk!

„So op­ti­mis­tisch der Blick auf das Ge­schäfts­jahr auch ist, be­ste­hen wei­ter­hin Her­aus­for­de­run­gen, die nicht neu sind. “

SIL­KE KOPPERS

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