Muss al­les be­leuch­tet sein?

Schwabmuenchner Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zu „Bay­ern macht die Nacht zum Tag“(Bay­ern) vom 13. April:

Als Hob­by-As­tro­nom kann ich die­ser Fest­stel­lung nur zu­stim­men. Auch bei uns im länd­li­chen All­gäu hat die Licht­ver­schmut­zung in den letz­ten Jah­ren enorm zu­ge­nom­men. Wa­ren mei­ne Be­ob­ach­tungs­or­te vor fünf Jah­ren noch dun­kel, so kann ich heu­te dort in der Nacht mei­nen ei­ge­nen Schat­ten se­hen. Und ich fra­ge mich, muss denn wirk­lich je­des Be­triebs­ge­län­de, je­des Fir­men­lo­go, je­de Stra­ße, je­des (Bau-)Denk­mal und je­de Zu­fahrt die gan­ze Nacht über be­leuch­tet sein? Ich wür­de mir sehr wün­schen, dass hier ein Um­den­ken statt­fin­det: bei den Kom­mu­nen, den Un­ter­neh­men aber auch im pri­va­ten Um­feld. Die nächt­li­che Licht­über­flu­tung stört nicht nur den na­tür­li­chen Tag-Nacht-Rhyth­mus von Mensch und Tier, sie kos­tet viel Geld und be­las­tet in ho­hem Ma­ße die Um­welt, denn der Strom für die­ses Licht muss nicht nur teu­er be­zahlt, er muss auch auf­wen­dig er­zeugt wer­den. Mar­kus Brei­ten­bach, Eben­ho­fen

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