Er­schos­sen: Jä­ger hielt Mann für Wild­schwein

Be­wäh­rungs­stra­fe für 57-Jäh­ri­gen

Schwabmuenchner Allgemeine - - Bayern -

Ein Jä­ger er­schießt ei­nen jun­gen Mann an der baye­risch-tsche­chi­schen Gren­ze – nun ist in dem Fall nach ei­nem Be­ru­fungs­ver­fah­ren vor dem Land­ge­richt Hof das Ur­teil ge­fal­len. Der 57-Jäh­ri­ge ist am Mon­tag we­gen fahr­läs­si­ger Tö­tung zu ei­ner Be­wäh­rungs­stra­fe von ei­nem Jahr ver­ur­teilt wor­den. Das Ge­richt ge­he da­von aus, dass der Schuss ver­se­hent­lich ab­ge­ge­ben wur­de, sag­te ein Jus­tiz­spre­cher. In den frü­hen Mor­gen­stun­den des 8. Sep­tem­ber 2012 hat­te ei­ne Ku­gel aus dem Jagd­ge­wehr des An­ge­klag­ten na­he Schön­wald ei­nen 26 Jah­re al­ten Mann ge­trof­fen, der sich im Dro­gen­rausch in der ab­ge­le­ge­nen Ge­gend auf­ge­hal­ten hat­te. Der Jä­ger saß auf ei­nem Hoch­sitz und gab an, er ha­be das Op­fer für ein Wild­schwein ge­hal­ten. Vor drei Jah­ren war der Fall vor dem Amts­ge­richt Wun­sie­del ver­han­delt wor­den. Der Jä­ger war da­mals we­gen fahr­läs­si­ger Tö­tung zu zwei Jah­ren Haft auf Be­wäh­rung ver­ur­teilt wor­den. Er, die Staats­an­walt­schaft und auch der Bru­der des Op­fers hat­ten da­ge­gen Be­ru­fung ein­ge­legt.

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