Brüs­sel

Schwabmuenchner Allgemeine - - Politik -

Es muss schnell ge­hen, wenn Ge­fahr im Ver­zug ist. Doch so­bald die Er­mitt­ler Zu­griff auf kri­mi­nel­le Ab­spra­chen per Mail oder Chat ein­se­hen müs­sen, um han­deln zu kön­nen, wird es schwer – vor al­lem bei grenz­über­schrei­ten­den Straf­ta­ten. Ein Rechts­hil­fe-Er­su­chen dau­ert in der EU im Schnitt zehn Ta­ge.

Die Jus­tiz­mi­nis­ter der EU ha­ben am Frei­tag in Brüs­sel die Wei­chen für ei­ne neue län­der­über­grei­fen­de Da­ten­frei­ga­be ge­stellt. Künf­tig sol­len Fahn­dungs- und Jus­tiz­be­hör­den in­ner­halb der EU je­den In­ter­ne­tPro­vi­der in al­len Mit­glied­staa­ten auf­for­dern kön­nen, bin­nen sechs St­un­den al­le wich­ti­gen Ver­bin­dungs­da­ten, Brow­ser-Ver­läu­fe, IPAdres­sen der ver­däch­ti­gen Com­pu­ter so­wie die In­hal­te von Mails und Chats preis­zu­ge­ben – oh­ne dass die Ge­rich­te oder an­de­re In­sti­tu­tio­nen des be­trof­fe­nen Lan­des be­fragt wer­den müs­sen. Die Re­geln sol­len für

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