Ge­stör­te Kom­mu­ni­ka­ti­on

Schwaebische Zeitung (Bad Saulgau) - - WIR IM SÜDEN - Von Kat­ja Korf

War es nur ei­ne un­glück­li­che For­mu­lie­rung oder hat In­nen­mi­nis­ter Tho­mas Strobl (CDU) Po­li­zis­ten in Ge­fahr ge­bracht? Die­se Fra­ge lässt sich auch nach der Sit­zung des In­nen­aus­schus­ses nicht ab­schlie­ßend klä­ren. Fest steht al­ler­dings, dass das Kri­sen­ma­nage­ment des Mi­nis­ters schlecht war.

Sei­ne An­kün­di­gung, ver­deck­te Kräf­te in Sig­ma­rin­gen ein­zu­set­zen, hat in der Po­li­zei für gro­ße Un­ru­he ge­sorgt. Das mag ei­nem Miss­ver­ständ­nis ge­schul­det sein. Es spricht aber Bän­de, wenn die sich nicht im­mer ei­ni­gen Po­li­zei­ge­werk­schaf­ten uni­so­no Vor­wür­fe ge­gen ih­ren Di­enst­her­ren er­he­ben – und dar­an auch fest­hiel­ten, nach­dem er sich am Montag er­klärt hat­te. Of­fen­bar fühl­ten sie sich über­gan­gen und nicht ernst ge­nom­men. Strobl hat als In­nen­mi­nis­ter durch­aus ge­punk­tet, et­wa mit zu­sätz­li­chen Po­li­zis­ten oder den weit­ge­hen­den Kom­pe­ten­zen, mit de­nen er Er­mitt­ler aus­stat­ten konn­te. Doch um das Ver­trau­en der ei­ge­nen Un­ter­ge­be­nen zu ge­win­nen, reicht es nicht, Er­fol­ge zu ver­kün­den. Da­zu muss der Mi­nis­ter hin­ste­hen, wenn es mal schlecht läuft. Da hat Strobl Nach­hol­be­darf.

k.korf@schwa­ebi­sche.de

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