Streit­lus­ti­ge Schwes­tern

Schwaebische Zeitung (Bad Waldsee / Aulendorf) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

Zwi­schen den Schwes­ter­par­tei­en CDU und CSU hat es im­mer wie­der hef­ti­gen Krach ge­ge­ben. Be­son­ders hef­tig war der Zwist im Jahr 1976 – und zwi­schen 2015 und 2016.

1976: Die Tren­nung von Kreuth Le­gen­där ist bis heu­te der Kreu­ther Tren­nungs­be­schluss: Im No­vem­ber 1976 be­schlos­sen die CSU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten auf ih­rer Klau­sur­ta­gung in Wild­bad Kreuth, die Frak­ti­ons­ge­mein­schaft auf­zu­kün­di­gen. An­lass war das Er­geb­nis der Bun­des­tags­wahl 1976: Die CSU hat­te ein sehr star­kes Er­geb­nis ein­ge­fah­ren – trotz­dem konn­ten SPD und FDP im Bund wei­ter­re­gie­ren. CSU-Chef Franz Jo­sef Strauß dräng­te auf die Tren­nung. Nach dem Kreu­ther Be­schluss droh­te CDU-Chef Hel­mut Kohl mit der Grün­dung ei­nes CDU-Lan­des­ver­bands in Bay­ern. Am En­de nah­men die CSU-Ab­ge­ord­ne­ten den Tren­nungs­be­schluss zu­rück.

2015/16: Der Asyl-Dau­er­streit Zwi­schen Sep­tem­ber 2015 und En­de 2016 stand wie­der ei­ne Tren­nung im Raum. Streit­punkt war die For­de­rung von CSUChef Horst See­ho­fer nach ei­ner Ober­gren­ze für Asyl­be­wer­ber, der CDU-Che­fin und Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel ent­ge­gen­trat. Vor der Bun­des­tags­wahl 2017 ver­söhn­ten sich bei­de schließ­lich. Nun ist der Streit wie­der aus­ge­bro­chen. Se­bas­ti­an Hein­rich

FO­TO: DPA

Hel­mut Kohl und Franz Jo­sef Strauß.

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