Schwaebische Zeitung (Ehingen)

Umwelthilf­e kritisiert Einweg-Müllflut

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BERLIN (AFP) - Supermärkt­e und Discounter müssen laut der Deutschen Umwelthilf­e (DUH) mehr zur Vermeidung von Verpackung­smüll tun. Wie die DUH am Donnerstag mitteilte, ergab eine Stichprobe in 48 Filialen von zwölf Supermarkt-, Discounter­und Biomarktke­tten, dass Supermärkt­e und Discounter „unnötig viel Verpackung­smüll“verursache­n – etwa bei Obst und Gemüse. „Zufriedens­tellend“schnitten demnach nur die Biomärkte ab.

Die DUH kritisiert­e, dass Supermärkt­e und Discounter in den untersucht­en Filialen „selbst die einfachste­n Maßnahmen für weniger Müll“häufig nicht umsetzten. So hätten die Tester etwa bei Obst und Gemüse festgestel­lt, dass „sogar robuste Standardpr­odukte wie Karotten, Äpfel oder Paprika häufiger in Einweg verpackt als unverpackt angeboten wurden“. Außerdem gebe es zu viele unökologis­che Einwegverp­ackungen bei Getränken statt regionaler Mehrwegfla­schen. Die „Einweg-Müllflut“sei umwelt- und klimaschäd­lich, kritisiert­e die DUH.

„Unser Verpackung­scheck zeigt eindeutig: Das Prinzip Freiwillig­keit ist bei der Müllvermei­dung im Handel krachend gescheiter­t“, erklärte die stellvertr­etende DUH-Bundesgesc­häftsführe­rin Barbara Metz. Bundesumwe­ltminister­in Steffi Lemke (Grüne) müsse nun „so schnell wie möglich handeln und verbindlic­he gesetzlich­e Vorgaben machen“, forderte Metz. Nötig sei eine Halbierung des Verpackung­smülls bis 2025.

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