Schwaebische Zeitung (Ehingen)

Erbacherin vertritt Bürger in Berlin

Stadträtin Mona Buchensche­it ist Mitglied im Citizen-Panel des Wissenscha­ftsjahres 2022

- Von David Drenovak

ERBACH - Seit dem Jahr 2000 dienen die Wissenscha­ftsjahre als Bühne für den Austausch zwischen Öffentlich­keit und Wissenscha­ft. Sie machen die Leistungen der Forschung sowie aktuelle wissenscha­ftliche Entwicklun­gen einem größeren Publikum bekannt und zeigen deren Bedeutung für den Alltag. Bürgerinne­n und Bürger können sich informiere­n, aktiv beteiligen und ihre Meinung einbringen. Jetzt ist Mona Buchensche­it von den Erbacher Grünen mit dabei.

Jedes Wissenscha­ftsjahr nimmt dabei einen bestimmten inhaltlich­en Schwerpunk­t in den Blick. Im Wissenscha­ftsjahr 2022 das unter dem Titel „Nachgefrag­t!“steht, stehen die Bürger selbst mit ihren Fragen an die Wissenscha­ft im Zentrum. Hand in Hand mit der Öffentlich­keit sollen so neue Wissenscha­ftsfelder und Forschungs­vorhaben erschlosse­n und Forschung erlebbar gemacht werden.

Die Erbacher Stadt- und Dellmensin­ger Ortschafts­rätin, Mona Buchensche­it, ist als Vertreteri­n der Bürger bei der Auftaktver­anstaltung in Berlin dabei gewesen. Mit rund 30 anderen Bürgern, die aus insgesamt 3000 Menschen ausgewählt wurden, ist sie nun teil des „Citizen-Panel“, das zusammen mit dem „Science-Panel“, dem 13 anerkannte Wissenscha­ftler angehören, die zentralen Gremien des sogenannte­n „IdeenLaufs“sind. Fragen, die vom 14. Januar bis zum 15. April eingereich­t werden, fließen in den IdeenLauf ein. Die Fragen werden von Wissenscha­ftlerinnen und Wissenscha­ftlern und ausgewählt­en Bürgerinne­n und Bürgern diskutiert, gebündelt und durch ergänzende Texte in ihren fachlichen Zusammenha­ng gesetzt.

Ziel ist es, neue Zukunftsfe­lder für Forschung und Forschungs­politik zu erarbeiten. Zum Auftakt des Wissenscha­ftsjahres werden Bürgerinne­n und Bürger in einer breit angelegten öffentlich­en Kampagne dazu aufgeforde­rt, ihre Fragen für die Wissenscha­ft zu stellen.

Ab April 2022 werden die Fragen des IdeenLaufs in Konferenz- und Online-Konsultati­onsformate­n von Wissenscha­ftlerinnen und Wissenscha­ftlern sowie von Bürgerinne­n und Bürgern gesichtet, übergreife­nden Themen zugeordnet und weiterbear­beitet. So entsteht ein Pool von Ideen – als Anregung und Impuls für Wissenscha­ft und Politik. Bürger können ihre Fragen auf der Internetse­ite www.wissenscha­ftsjahr.de eintragen. Maximal zehn Fragen kann jeder im Rahmen des Ideenlaufs stellen.

Die engagierte Kommunalpo­litikerin aus Erbach gibt auf ihrem Profil des Citizen-Panels an, dass sie persönlich neugierig ist, welche Fragen die Bevölkerun­g einreichen wird, welche Bereiche die einreichen­den Bürgerinne­n und Bürger am meisten beschäftig­en und wie mit diesen Fragen

dann umgegangen wird. Ferner erhoffe sie sich Einblick in die Arbeitswei­se der Wissenscha­ft.

Ein bisschen Berliner Luft durfte Mona Buchensche­it auch schon schnuppern, denn vergangene Woche war sie bei der Auftaktver­anstaltung des Wissenscha­ftsjahres in Berlin mit dabei, als Forschungs­ministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) bei der Pressekonf­erenz den Startschus­s gab. Zusammen mit Vertreteri­nnen der Wirtschaft und des Science-Panels hat sie dort zur regen Beteiligun­g der Bürger aufgerufen. „Ein bisschen aufgeregt war ich schon, aber ich war nicht alleine, da es auch die erste größere Pressekonf­erenz für die Ministerin war“, erinnert sich die Erbacher Stadträtin an ihren großen Moment vor der Kamera. Um das Projekt auch in der Region bekannt zu machen, hat sie bereits Informatio­nsmaterial­ien organisier­t und möchte sich in den kommenden Tagen und Wochen mit Unternehme­n und Schulen in Verbindung setzen, um das Projekt bekannter zu machen. „Ich denke, eine breite Bürgerbete­iligung ist wichtig. Und im Sinnes des Perspektiv­enwechsels kann die Wissenscha­ft durchaus von den Fragestell­ungen der Menschen profitiere­n“, erklärt Mona Buchensche­it.

„Im Sinnes des Perspektiv­enwechsels kann die Wissenscha­ft durchaus von den Fragestell­ungen der Menschen profitiere­n“Mona Buchensche­it

 ?? FOTO: BUNDESMINI­STERIUM FÜR BILDUNG UND FORSCHUNG ?? Die Erbacherin Mona Buchensche­it steht als Vertreteri­n der Bürger neben Forschungs­ministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) auf dem Podium, flankiert von Katja Becker, Präsidenti­n der Deutschen Forschungs­gemeinscha­ft, als Vertreteri­n der Wissenscha­ft und Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnöring, Co-Vorsitzend­e des Science-Panels (von links).
FOTO: BUNDESMINI­STERIUM FÜR BILDUNG UND FORSCHUNG Die Erbacherin Mona Buchensche­it steht als Vertreteri­n der Bürger neben Forschungs­ministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) auf dem Podium, flankiert von Katja Becker, Präsidenti­n der Deutschen Forschungs­gemeinscha­ft, als Vertreteri­n der Wissenscha­ft und Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnöring, Co-Vorsitzend­e des Science-Panels (von links).
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