Stadt will neue An­lauf­stel­len für Bür­ger ein­rich­ten

Ver­wal­tung setzt auf neu­es Kon­zept für Quar­tiers­ma­nage­ment als Re­ak­ti­on auf stei­gen­de Be­woh­ner­zah­len

Schwaebische Zeitung (Friedrichshafen) - - FRIEDRICHSHAFEN - Von Na­di­ne Sapotnik

FRIED­RICHS­HA­FEN - Die Stadt will das nach­bar­schaft­li­che und ge­ne­ra­ti­ons­über­grei­fen­de Zu­sam­men­le­ben stär­ken. Des­halb ha­ben Mit­ar­bei­ter des Amts für So­zia­les, Fa­mi­lie und Ju­gend ein Kon­zept zum Quar­tiers­ma­nage­ment er­ar­bei­tet, das Pe­tra Schmid­ber­ger, Ab­tei­lungs­lei­te­rin Quar­tiers­ma­nage­ment, den Mit­glie­dern des Aus­schus­ses für Kul­tur und So­zia­les in ih­rer jüngs­ten Sit­zung vor­stell­te. „Un­ser Ziel ist es, ei­ne nach­hal­ti­ge, so­zia­le, wirt­schaft­li­che und städ­te­bau­li­che und öko­lo­gi­sche Struk­tur im Stadt­ge­biet zu schaf­fen“, sag­te Schmid­ber­ger.

Die Be­völ­ke­rung in Fried­richs­ha­fen wächst ste­tig wei­ter, heißt es in der Vor­la­ge des Aus­schus­ses. Die Men­schen wer­den im­mer äl­ter und auch im­mer un­ter­schied­li­cher. Das brin­ge vie­le ver­schie­de­ne Be­dürf­nis­se in die ein­zel­nen Stadt­tei­le. Der Ver­wal­tung ist da­bei wich­tig, dass es für all die­se ver­schie­de­nen Men­schen auch die pas­sen­den An­ge­bo­te gibt – egal, ob es sich um Ju­gend­li­che, Se­nio­ren, Men­schen mit Be­ein­träch­ti­gung oder mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund han­delt.

Ein prä­sen­ter An­sprech­part­ner

Die „so­zi­al­raum­ori­en­tier­te Quar­tier­s­ent­wick­lung“ist auf Platz neun der Leit­pro­jek­te der ISEK-Er­geb­nis­se ge­lan­det. Bei der Um­struk­tu­rie­rung des Am­tes für So­zia­les, Fa­mi­lie und Ju­gend ist die Ab­tei­lung „Quar­tiers­ma­nage­ment“ge­grün­det wor­den. In die­ser Fol­ge sind die bis­he­ri­gen So­zi­al­bü­ros mit Per­so­nal der neu ge­schaf­fe­nen Ab­tei­lung zu­ge­ord­net wor­den. Das Kon­zept des Quar­tiers­ma­nage­ment sieht vor, dass ei­ne Per­son in den Quar­tie­ren prä­sent ist, die für die Bür­ger ein fes­ter An­sprech­part­ner ist. Auch die Räu­me, in de­nen das Quar­tiers­ma­nage­ment un­ter­ge­bracht wird, sol­len deut­lich er­kenn­bar und gut er­reich­bar für die Bür­ger sein.

Schmid­ber­ger hat Fried­richs­ha­fen in vier Quar­tie­re un­ter­teilt: Das Quar­tier Mit­te, West, Nord und Ost. „Das ist für uns erst ein­mal ei­ne Ar­beits­grund­la­ge. Vor Ort wer­den wir das an­ders ma­chen“, sag­te Yal­cin Bay­rakt­ar, Lei­ter des Amts für So­zia­les, Fa­mi­lie und Ju­gend. Ab Ja­nu­ar gibt es drei vol­le Stel­len, die sich um das Pro­jekt küm­mern.

Die Mit­glie­der des Aus­schus­ses lob­ten das Kon­zept. „Ich stel­le mir das vor wie bei den Fa­mi­li­en­tref­fes, die wir in den 1990er-Jah­ren in­ii­tiert ha­ben und die nach und nach ex­plo­diert sind“, sag­te Dag­mar Ho­eh­ne (Freie Wäh­ler).

Die Mit­glie­der des Ge­mein­de­ra­tes ent­schei­den am Mon­tag, 17. De­zem­ber, über das Kon­zept. AN­ZEI­GE

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