„Wir wol­len ein­fach wie­der ei­nen schö­nen Mai­en in der Stadt­mit­te se­hen“

Die Hei­mat­fest­freun­de knüp­fen an ei­ne al­te Tra­di­ti­on an und stel­len am 30. April ei­nen rie­si­gen Baum auf dem Rat­haus­platz auf

Schwaebische Zeitung (Laupheim) - - LAUPHEIM -

LAUPHEIM (reis) - Nach jah­re­lan­ger Pau­se soll in die­sem Jahr wie­der ein Mai­baum den Lauphei­mer Rat­haus­platz zie­ren: Die Hei­mat­fest­freun­de ha­ben sich der Sa­che an­ge­nom­men, die Vor­be­rei­tun­gen lau­fen auf Hoch­tou­ren. SZ-Re­dak­teur Rei­ner Schick hat mit den Initia­to­ren Micha­el Held und Tho­mas Röhrl ge­spro­chen.

SZ: Wie kam es zu der Idee, wie­der ei­nen Mai­baum im Lauphei­mer Stadt­zen­trum auf­zu­stel­len?

Micha­el Held: In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat die Feu­er­wehr ei­nen Baum in der Bahn­hof­stra­ße auf­ge­stellt, ich ha­be das von 2012 bis 2016 or­ga­ni­siert. Letz­tes Jahr gab es kei­nen mehr, weil es zu auf­wen­dig wur­de. Da ha­be ich ge­dacht, ich fra­ge mal bei den Hei­mat­freun­den nach, wo ich auch Mit­glied bin. In ei­ner klei­nen Run­de ha­ben wir über die Idee ge­spro­chen, Tho­mas Röhrl und Wal­ter Lo­che­rer wa­ren so­fort be­geis­tert. Tho­mas Röhrl: Micha­el weiß, wie das Gan­ze funk­tio­niert, wie man an ei­nen Baum kommt, was man be­ach­ten muss. Und das Werk­zeug, das man braucht, ist durch un­se­re Wa­gen­bau­ar­bei­ten ja al­les da. Da dach­ten wir: Okay, wir pro­bie­ren es. Held: Wich­tig war uns der Rat­haus­platz als Stand­ort. Dort gab es schon lan­ge kei­nen Mai­baum mehr. Vie­le hat das ge­stört, uns auch. Je­der Ort in der Um­ge­bung hat ei­nen ei­ge­nen Mai­baum, nur Laupheim nicht. Das wol­len wir än­dern. Röhrl: Wir ha­ben uns dann von der Stadt das Okay ge­holt. Und nicht nur das: Wir be­kom­men auch Un­ter­stüt­zung von der Stadt­ver­wal­tung, die sich zum Bei­spiel um die Ver­si­che­rung küm­mert.

Held: Und na­tür­lich hilft uns auch die Feu­er­wehr. Kom­man­dant Andre­as Bocht­ler hat uns den Platz ne­ben dem Feu­er­wehr­haus zur Ver­fü­gung ge­stellt, wo wir den Baum her­rich­ten kön­nen. Vor vier Wo­chen ha­ben wir dann mit den Vor­be­rei­tun­gen be­gon­nen. Tho­mas hat auch noch sei­ne Freun­de von der TSV-Vol­ley­ball­ab­tei­lung or­ga­ni­siert, die eben­falls flei­ßig hel­fen.

Röhrl: Den hat uns der Förs­ter aus dem Ba­s­tel­wald ver­mit­telt. Der Baum ist stol­ze 70 Jah­re alt, un­ten 45 Zen­ti­me­ter dick, und 25 Me­ter lang. Mit dem Bäum­chen an der Spit­ze sind’s dann 28 Me­ter.

Held: Un­se­re Hei­mat­fest­freun­de Sa­bi­ne Bin­der und Die­ter Pa­lau sind der­zeit da­bei, die Hand­wer­ker­schil­der, die mir vor ein paar Jah­ren un­ter die Fin­ger ge­kom­men sind und bei der Feu­er­wehr si­cher ge­la­gert wa­ren, zu re­stau­rie­ren. Das sind rich­tig al­te Schil­der aus Blech, die einst der Ma­ler Som­mer be­malt hat. Röhrl: Pa­lau ist mit sei­nen 80 Jah­ren üb­ri­gens äl­ter als der Baum. Das ist schon wit­zig.

Held: In der letz­ten April­wo­che geht’s dann ans Kran­zen. Das ma­chen wir hin­ten bei den Hei­mat­fest­hal­len.

SZ: Das klingt, als wür­den Sie auch gleich den SZ-Mai­baum­wett­be­werb ge­win­nen wol­len?

Röhrl: Ach, nicht gleich beim ers­ten Mal ...

Held: Dar­um geht es nicht. Wir ha­ben uns zwar an­ge­mel­det, aber nur we­gen der Kis­te Bier, die je­der Teil­neh­mer be­kommt. Auf­wen­di­ge Schnitz­ar­bei­ten, wie es an­de­re ma­chen, kön­nen wir gar nicht leis­ten. Wir wol­len ein­fach wie­der ei­nen schö­nen Mai­en in der Stadt­mit­te se­hen. Und er ist mit Si­cher­heit der höchs­te in der Stadt.

SZ: Gibt es beim Auf­stel­len ein Rah­men­pro­gramm?

Held: Der Auf­bau er­folgt, mit Hil­fe der Fir­ma Rust und der Dreh­lei­ter der Feu­er­wehr, am 30. April ab et­wa 16 Uhr. Da­nach gibt es ei­ne Ho­cke­te mit Kalt­ge­trän­ken und Würs­ten. Wir freu­en uns auf vie­le Be­su­cher!

FO­TO: SCHICK

Der 25 Me­ter lan­ge Stamm ist ge­schält: Die Hei­mat­fest­freun­de be­rei­ten un­ter Lei­tung von Tho­mas Röhrl (2. v. l.) und Micha­el Held (5. v. l.) mit Hil­fe der TSV-Vol­ley­bal­ler den Lauphei­mer Mai­baum vor.

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