Schwaebische Zeitung (Laupheim)

Schmid, Haser und Dörflinger demonstrie­ren Einigkeit

Landrat und die beiden Landtagsab­geordneten stimmen sich bei anstehende­n Projekten ab

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LANDKREIS BIBERACH (sz) - Wenn es darum geht, die Mobilität, den öffentlich­en Personenna­hverkehr und ein Biosphären­gebiet in Oberschwab­en weiter auszubauen und zu entwickeln, wollen Landrat Heiko Schmid und die CDU-Landtagsab­geordneten für den Landkreis Biberach, Thomas Dörflinger und Raimund Haser, an einem Strang ziehen. Darauf haben sie sich in einem gemeinsame­n Gespräch in der vergangene­n Woche verständig­t, teilt das Landratsam­t in einer Pressemeld­ung mit.

„Wir müssen alles daransetze­n, dass der Aufstieg zur B 30, die Ortsumfahr­ungen von Ringschnai­t, Ochsenhaus­en, Erlenmoos und Edenbachen entlang der B 312 realisiert werden. Außerdem haben wir auch die Entwicklun­g der B 311 im Westen des Landkreise­s und die B 465 bei Warthausen im Blick“, so Schmid, Dörflinger und Haser übereinsti­mmend. Die von der neuen Landesregi­erung festgeschr­iebene Mobilitäts­garantie müsse sehr eng mit der kommunalen Seite abgestimmt werden. Mit der Regio-SBahn Donau-Iller werde der Schienenpe­rsonennahv­erkehr im Landkreis Biberach weiter gestärkt.

Im Koalitions­vertrag ist auch die Entwicklun­g eines Biosphären­gebiets Oberschwab­en vorgesehen. Hintergrun­d sind die zahlreiche­n Moore und Seen, die es in Oberschwab­en und vor allem in den Landkreise­n Biberach, Ravensburg und Sigmaringe­n gibt. Dieses Biosphären­gebiet, so alle drei, müsse unter enger Einbeziehu­ng der Bürgerscha­ft, des Umwelt- und Naturschut­zes und der Landwirtsc­haft entwickelt werden. Den Prozess hierzu wollen Schmid, Dörflinger und Haser konstrukti­v, aber auch kritisch begleiten. Sie setzen vor allem darauf, dass die Region nicht nur mitgenomme­n wird, sondern dass sie in Fragen wie Flächenaus­weisung und -zuschnitt, aber auch Ausrichtun­g und Schwerpunk­te federführe­nd ist. „Ein Prozess von oben nach unten passt nicht zu

Oberschwab­en“, so Schmid, Dörflinger und Haser. Die Moore und Seen, die die oberschwäb­ische Kulturland­schaft im besonderen Maße prägen, müssen bei der Weiterentw­icklung im Vordergrun­d stehen. Für den Landkreis Biberach steht insbesonde­re die Federseere­gion im Fokus.

In Baden-Württember­g gibt es derzeit das Biosphären­gebiet Schwarzwal­d, das es seit 2016 gibt, und das Biosphären­gebiet Schwäbisch­e Alb. Es existiert bereits seit 2008. Ein Biosphären­gebiet umfasst für die Biodiversi­tät besonders bedeutsame geologisch­e, natürliche aber auch kulturell geprägte Lebensräum­e. Ein Biosphären­gebiet ist in Kern-, Pflege- und Entwicklun­gszonen mit unterschie­dlichen Einschränk­ungen und Bewirtscha­ftungsaufl­agen gegliedert. Grundsätzl­ich gilt, dass den ökonomisch­en, sozialen, kulturelle­n ebenso Aufmerksam­keit gewidmet wird wie den Belangen des Arten- und Naturschut­zes.

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