Gäh­nen, la­chen und sin­gen

Der Neu­kir­cher Chor „Ton­art“be­rei­tet sich auf an­ste­hen­de Ad­vents­kon­zer­te vor

Schwaebische Zeitung (Tettnang) - - TETTNANG/NEUKIRCH - Von Jo­han­nes Ki­enz­ler

NEUKIRCH - Mit ei­nem lau­ten und aus­gie­bi­gen Gäh­nen hat die Pro­be des Chors „Ton­art“im Haus Sil­ves­ter in Neukirch be­gon­nen. Die­ses Gäh­nen ging ir­gend­wann in ei­ne Ge­s­angs­übung über, die ih­ren Hö­he­punkt in ei­nem kra­chen­den Lach­an­fall fand. An­ge­lei­tet wur­den die 31 Mit­glie­der der Grup­pe da­bei von Chor­lei­ter Ste­fan Ma­ri­nov, der viel Wert auf das rich­ti­ge Ein­sin­gen legt.

„Man muss sich das wie beim Sport­ler vor­stel­len, der sich auf­wärmt.“, er­klärt der ge­bür­ti­ge Bul­ga­re. Sei­ne Sän­ger und er be­rei­ten sich der­zeit auf die bei­den Ad­vents­kon­zer­te vor, die am 7. De­zem­ber in der Tett­nan­ger Schloss­kir­che und am 9. De­zem­ber in der Kir­che St. Ma­ria Ro­sen­kranz­kö­ni­gin in Neukirch je­weils um 19 Uhr statt­fin­den. Zu hö­ren gibt es ein form­lich ge­bau­tes Kon­zert nach der Kom­po­si­ti­on „Bil­der ei­ner Aus­stel­lung“. Mehr möch­te der Chor vor­ab nicht ver­ra­ten.

Von „Ave Ma­ria“bis „Bo­he­mi­an Rh­ap­so­dy“

Da­mit steht die Vor­stel­lung in den Ad­vents­kon­zer­ten im Kon­trast zum sons­ti­gen Re­per­toire des Chors. Die­ses setzt sich näm­lich aus Klas­sik, Kir­che und Gos­pel wie „Hap­py Day“und Mu­si­cal-Stü­cken wie „Dir­ty Dan­cing“, „Sis­ter Act“und „West­side Sto­ry“zu­sam­men. Aber auch Fans von Rock und Pop kom­men nicht zu kurz: von Si­na­tras „New York, New York“, Queens „Bo­he­mi­an Rh­ap­so­dy“bis hin zu Songs von Her­bert Grö­ne­mey­er und den Wi­se Guys ist für je­den et­was da­bei.

Und das Pro­gramm kommt an: Die Grup­pe, die sich einst als Ju­gend­chor Neukirch grün­de­te, ist seit Jah­ren ei­ne fes­te Grö­ße in der Re­gi­on und fei­er­te im Ju­li ver­gan­ge­nen Jah­res in der Neu­kir­cher Mehr­zweck­hal­le im gro­ßen Stil sein 25-Jäh­ri­ges. Für den Chor­lei­ter ist es vor al­lem die „In­di­vi­dua­li­tät“, die den „Ton­art Neukirch“be­son­ders macht. „Ich wür­de un­se­ren Klang blind er­ken­nen“, sagt er. „Der Chor ist für mich un­ver­wech­sel­bar.“Au­ßer­dem, so Ma­ri­nov, sei man ei­ne net­te Ge­mein­schaft, was ihm sehr wich­tig sei.

Der Chor singt haupt­säch­lich vier­stim­mig, ver­ein­zelt auch drei­oder sechs­stim­mig. Die Schwie­rig­keit da­bei sei es, er­fah­re­ne­re und un­er­fah­re­ne­re Sän­ger auf ei­nen Punkt zu brin­gen. „Der per­fek­te Klang ist un­er­reich­bar, aber ein gu­tes Ziel.“, sagt Ma­ri­nov mit ei­nem Schmun­zeln. Am En­de, sag­te er, sei der Ge­samt­klang vom Re­gis­ter ent­schei­dend.

Und da­zu müs­sen sie al­le mit­ein­an­der har­mo­nie­ren. So­wohl die Frau­en, die in der Pro­be die ers­ten drei Rei­hen füll­ten, als auch die Män­ner, die sich in Un­ter­zahl mit der hin­ters­ten Rei­he be­gnüg­ten. Nach dem Warm­sin­gen wur­den schließ­lich die No­ten­stän­der auf­ge­klappt, die No­ten­blät­ter auf­ge­schla­gen und das ers­te Lied an­ge­stimmt. Zu Be­ginn nur die Män­ner. Und die wie­der­hol­ten ih­ren Part so­lan­ge, bis Ste­fan Ma­ri­nov zu­frie­den war. Für ei­nen gu­ten Ge­samt­klang kommt es eben auf die Fein­hei­ten an.

„Der Chor ist für mich un­ver­wech­sel­bar.“

FO­TO: JO­HAN­NES KI­ENZ­LER

Klingt gut: Der Chor „Ton­art“probt für zwei Ad­vents­kon­zer­te.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.