Lau­te Ru­fe nach Bahn-Re­form

Mi­nis­ter for­dert schnel­le und spür­ba­re Ver­bes­se­run­gen

Schwaebische Zeitung (Tettnang) - - ERSTE SEITE -

BER­LIN (dpa) - Vor dem mit Span­nung er­war­te­ten Kri­sen­tref­fen der Bahn-Spit­ze mit Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er (CSU) an die­sem Di­ens­tag wer­den die For­de­run­gen nach tief grei­fen­den Ve­rän­de­run­gen bei der Bahn im­mer lau­ter.

Bahn-Chef Richard Lutz soll der Bun­des­re­gie­rung Plä­ne für We­ge aus der Kri­se prä­sen­tie­ren. Un­ter an­de­rem geht es dar­um, die zu­letzt ver­schlech­ter­te Pünkt­lich­keit zu er­hö­hen. Ver­kehrs­mi­nis­ter Scheu­er er­war­tet nach Aus­sa­ge ei­nes Spre­chers, dass sich die Qua­li­tät bei der Bahn „schon im lau­fen­den Halb­jahr spür­bar ver­bes­sert“.

Der „Bild am Sonn­tag“zu­fol­ge soll In­fra­struk­tur-Vor­stand Ro­nald Po­fal­la als kon­zern­über­grei­fen­der Kri­sen­ma­na­ger bis zum kom­men­den Som­mer die Pro­ble­me bei der Bahn in den Griff be­kom­men. Im ver­gan­ge­nen Jahr war je­der vier­te Fern­zug der Deut­schen Bahn ver­spä­tet ge­we­sen.

AUGS­BURG (dpa) - Der In­te­rimsChef des Ro­bo­ter­her­stel­lers Ku­ka sieht sich bei dem an­ge­kün­dig­ten Jo­bab­bau nicht an die Be­schäf­ti­gungs­ga­ran­tie ge­bun­den, die der chi­ne­si­sche Ei­gen­tü­mer Mi­dea bei der Über­nah­me ab­ge­ge­ben hat. „Wir als Vor­stand ha­ben die Ver­ant­wor­tung und die Pflicht, Ent­schei­dun­gen zu tref­fen – und das tun wir un­ab­hän­gig von Mi­dea“, sag­te Ku­ka-Chef Pe­ter Moh­nen der „Augs­bur­ger All­ge­mei­nen“(Sams­tag). Nicht der chi­ne­si­sche Mehr­heits­eig­ner, son­dern der Ku­ka-Vor­stand in Augs­burg ha­be ei­ne Kos­ten­sen­kung um 300 Mil­lio­nen Eu­ro be­schlos­sen, sag- te Moh­nen. Wie vie­le der 4000 Ar- beits­plät­ze in Augs­burg ab­ge­baut wer­den, wer­de der Vor­stand nach ei­ner ge­nau­en Ana­ly­se fest­le­gen. En­de No­vem­ber hat­te der neue Ku­ka-Chef noch aus­drück­lich auf die Be­schäf­ti­gungs­ga­ran­tie hin­ge­wie­sen und ge­sagt: „Mi­dea hat ganz klar be­kräf­tigt, dass die In­ves­to­ren­ver­ein­ba­rung, die wir bei der Über­nah­me von Ku­ka durch Mi­dea ge­schlos­sen ha­ben, bis 2023 gilt.“Ku­ka kann je­doch sei­ne vor we­ni­gen Mo­na­ten erst zu­sam­men­ge­stutz­ten Ge­schäfts­zie­le für 2019 nicht halten.

FO­TO: DPA

Ku­ka In­te­rimsChef Pe­ter Moh­nen.

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