Wenn das Er­be aus­ge­schla­gen wird

Wer die Be­stat­tungs­kos­ten tra­gen muss, wenn es gar kei­nen Er­ben gibt

Schwaebische Zeitung (Tettnang) - - VERBRAUCHER -

KÖNIGSWINTER (dpa) - Bei Be­stat­tun­gen gilt ei­gent­lich im­mer: Der Er­be muss die Kos­ten tra­gen. Doch was ist, wenn es kei­ne Er­ben gibt? In dem Fall sind zu­nächst Un­ter­halts­pflich­ti­ge wie Ehe­part­ner, El­tern oder Kin­der in der Pflicht. Vor­aus­set­zung ist, dass de­ren Un­ter­halts­pflicht bis kurz vor dem Tod be­stan­den hat. Dar­auf macht der Ver­ein Ae­ter­ni­tas auf­merk­sam.

Es kann auch we­der Er­ben noch un­ter­halts­pflich­ti­ge Personen ge­ben. Dann müs­sen meist die so­ge­nann­ten Be­stat­tungs­pflich­ti­gen ein­sprin­gen. Wer das ist, re­geln die Bun­des­län­der in ih­ren Be­stat­tungs­ge­set­zen. In der Re­gel stün­den hier Ehe­part­ner oder ein­ge­tra­ge­ne Le­bens­part­ner vor den Kin­dern und El­tern in der Rei­hen­fol­ge vor­ne, so die Ex­per­ten. Am En­de müss­ten dem­nach häu­fig die Personen, die wo­mög­lich ein Er­be aus­ge­schla­gen ha­ben, trotz­dem die Be­stat­tungs­kos­ten tra­gen.

Wer nach­weis­lich die­se Kos­ten nicht stem­men kann, kön­ne beim So­zi­al­amt fi­nan­zi­el­le Hil­fe da­für be­an­tra­gen.

FO­TO: DPA

Nor­ma­ler­wei­se küm­mern sich die Er­ben um die Be­er­di­gung.

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