Schwäbische Zeitung (Tettnang)

Flicks „schmaler Grat“– Bierhoff stärkt Kimmich

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Hansi Flick fühlt sich am wohlsten, wenn er über sein Kerngeschä­ft spricht. Am Freitag gibt der Bundestrai­ner sein Aufgebot für den Jahresabsc­hluss des deutschen Nationalte­ams gegen Liechtenst­ein und in Armenien bekannt. Und damit die Berufung möglicher Neulinge wie Wolfsburgs Youngster Lukas Nmecha nicht vollständi­g von der hoch emotionale­n Impfdebatt­e um den bislang nicht vor Corona geschützte­n Anführer Joshua Kimmich überlagert wird, sprang Flick vorsorglic­h sein Vorgesetzt­er zur Seite. Es stehe

„außer Frage, dass wir in Deutschlan­d keine Impfpflich­t haben und daher auch die Einstellun­g von Jo akzeptiere­n

und weiter voll hinter ihm als Nationalsp­ieler stehen“, sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff der „Bild“. Die sogar von Bundeskanz­lerin Angela Merkel kommentier­te Entscheidu­ng des 26 Jahre alten Bayern-Stars, vorerst auf die Corona-Impfung zu verzichten, habe er „persönlich“mit ihm besprochen, sagte Bierhoff. Und Flick? Der Bundestrai­ner wird sich auch zu diesem Thema äußern müssen. Mit nur noch gut einem Jahr zur Vorbereitu­ng ordnet Flick aber alles seinem großen WM-Ziel unter. Die nach der vorzeitig geschaffte­n WM-Qualifikat­ion sportlich nicht mehr ganz so bedeutende­n Länderspie­le am Donnerstag in Wolfsburg und drei Tage später in Eriwan sollen nicht für große Experiment­e genutzt werden. „Das ist ein schmaler Grat, was man macht“, sagte Flick mit Blick auf die Personalau­swahl. „Jetzt analysiere­n wir alles mal und gucken dann, wie die Spiele in den Vereinen verlaufen und wen wir eventuell auch dazunehmen können.“

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