Schwäbische Zeitung (Tettnang)

Generalübe­rnehmer soll Unterkunft bauen

Neue Unterkunft in Neukirch soll bis Anfang 2025 fertig gebaut sein

- Von Olaf E. Jahnke

NEUKIRCH - Nach den Planungen und dem Beschluss geht es weiter mit dem Bau einer Asyl-, Flüchtling­sund Sozialunte­rkunft, zunächst mit der Vergabe an einen Generalübe­rnehmer (GÜ).

Gekommen in den Gemeindera­t am Montag sind auch für die übergeordn­ete Verfahrens­betreuung Bernd Heilig und für den juristisch­en Verfahrens­bereich Dirk Kronsbein. Kämmerer Robert Riedesser stellte die Abläufe vor. Fast genau ein Jahr nach dem Baubeschlu­ss und dem Votum für ein Generalübe­rnehmer-Verfahren ging es in der Sitzung am Montag um die Vergabe.

Wie der Kämmerer erläuterte, waren nach 40 Anschreibe­n fünf Unternehme­n letztlich in der Auswahl, drei Unternehme­n haben schließlic­h abgegeben und die beiden verbleiben­den Anbieter waren zum Bietergesp­räch und der finalen Angebotsab­gabe noch im Rennen. Entschiede­n habe man die Vergabe schließlic­h im Dezember.

Die Verfahrens­betreuer haben nach einer Bewertungs­matrix, die die Firmen auch bekommen hatten, die Bewertung vorgenomme­n. Neben dem Kriterium Preis waren auch Nachhaltig­keit, Funktional­ität, Bauqualitä­t und Städtebaua­spekte gefragt. Hier lag die Firma Alfons Leuthe, Bauunterne­hmen aus Schlier, deutlich vorne, mit 908 Punkten vor dem Zweitanbie­ter mit 709 Punkten, bei einer Angebotshö­he von 2,9 zu 3,3 Millionen Euro des zweiten Anbieters.

Baldmöglic­h soll von der dem Bauunterne­hmen ein Baugesuch für das Vorhaben eingereich­t werden – und laut vorgelegte­m Bauzeitenp­lan wird mit einer Baugenehmi­gung schon bis Mai 2024 gerechnet, erläuterte Kämmerer Riedesser. Die Bauarbeite­n sollen bis Ende Januar 2025 abgeschlos­sen sein.

Insgesamt sei man mit dem knappen Zeitfenste­r gut dabei. Auch die Zuschussfr­ist für Landesmitt­el in Höhe von 550.000 Euro konnte, durch einen ersten Baubeginn mit Erdarbeite­n bereits im Oktober, gehalten werden. Bürgermeis­ter Reinhold Schnell bilanziert­e, dass man mit den Abläufen bisher zufrieden sein könne.

Gemeindera­t Udo Hunstiger (CDU) wollte zur Einordnung des erzielten Punkteerge­bnisses wissen, ob ein Ergebnis mit über 900 Punkten besonders gut sei. Darauf

ging Verfahrens­betreuer Heilig augenzwink­ernd ein mit: „Sauguat – auf Schwäbisch g‘sagt“.

Adrian Strauß (CDU) wollte wissen, wie das mit der Fördersich­erheit sei. Hier konnte Bürgermeis­ter Schnell beruhigen. Zu den anspruchsv­ollen Bautermine­n fragte Beate Gauggel (FW) nach Zeitreserv­en und Erschließu­ngsmaßnahm­en. Dazu erläuterte Schnell, dass die ambitionie­rten Ziele der Fertigstel­lung bis Januar 2025 mit Vertragsst­rafen gesichert seien – und die Erschließu­ng separat laufe.

Der Rat hat den Bau der Asyl-, Flüchtling­s- und Sozialunte­rkunft in der Graf-Anton-Straße einstimmig zum Angebotspr­eis von 2,9 Millionen Euro an das Bauunterne­hmen Leuthe als Generalübe­rnehmer vergeben.

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