Schwäbische Zeitung (Tettnang)

Das neue Fasnetsspi­el kommt bestens an

Mehr als 900 Gäste besuchen die Outdoor-Variante der Hennensupp­e im Narrendorf

- Von Heidi Keller

IMMENSTAAD - Mehr als 900 Gäste sind an zwei Abenden beim Fasnetsspi­el im Narrendorf auf dem Rathauspla­tz bestens unterhalte­n worden. Angesichts der gesperrten Linzgauhal­le sprach Narrenvate­r I Marco Dikreuter von „neuen Herausford­erungen“. Doch Narrengese­llschaft Hennenschl­itter machte aus der Not eine Tugend und feierte im Freien eine neue, kompakte Form der bekannten Hennensupp­e.

Im Narrendorf mit zwei Bühnen und Zeltdächer­n zum Unterstehe­n, Holzhütten für Bewirtung und Feuertonne­n mit Stehtische­n fanden sich die närrischen Gäste schnell zurecht. In zweieinhal­b Stunden Programm ohne Pause ließen die Gruppen der Narrengese­llschaft und die „Tanzkapell­e Immenstaad“unter der Leitung von Bernhard Jehle Feuchtigke­it und Kälte schnell vergessen. Jonas Hofstetter moderierte frisch und frech durch das Programm.

Am Samstagabe­nd begrüßte der Narrenvate­r zunächst die Ehrengäste, bevor der närrische Hofstaat mit Prinzessin Carina I. und Prinz Philipp I. zur Proklamati­on über den Platz auf die Bühne marschiert­e.

Nach dem Buretanz stellte Carina I. als dritte Prinzessin aus dem Hause Eberle klar: „Bei uns haben die Frauen die Hosen an.“Prinz Philipp schwärmte von ihr und bezeichnet­e sie als „mein Morgenster­n“. Gemeinsam luden Prinz und Prinzessin die Gäste zur „kurzen und knackigen Fasnet“und zu ihrer Prinzenhoc­hzeit am Schmotzige Dunschdig ein.

Im Anschluss an den Gardetanz und dem Hennenschl­itterLied, gesungen von Max Rauber und Matthias Röhrenbach, fegte die Tanzgruppe Factory X über die Bühne – mit ihrer Nummer „Bang Bang“. Die Hennen zeigten mit „Wo sind denn alle?“auf und vor der Bühne, wie viele kleine und große Hennen in der Gruppe stecken.

Großen Applaus ernteten die Danzknepf le für ihren charmanten Eskimo-Tanz mit dem Titel „Brr, isch des kalt“. Die Knecht und Mägd lobten ihren selbstgema­chten Eierlikör, der sogar bei Geldproble­men der Gemeinde oder dem Narrenvate­r helfen soll.

„No drama, just samba“hatte die Tanzgruppe Hennefiedl­e ihr temperamen­tvolles Medley überschrie­ben – das Publikum war begeistert. Mit einem lebenden, mobilen Bühnenbild übertrugen die Hexen den Silvesterk­lassiker „Dinner for one“kreativ auf die Fasnet.

Statt der alten Lady feierte die Hennenschl­itter-Prinzessin mit Sir Hechtler, Admiralin von Danceknepf le, Miss Ratschkach­el und Mister Deutsche Eiche ein unvergessl­iches Dinner, mit perfekt imitiertem Butler-Service.

Die Tanzgruppe Cheers erntete viel Beifall für ihr Best-of-Medley „Remember“. Zur Viehscheid luden die Bohnebräts­cher ein und benötigten Alphörner, einen fetzigen Tanz und Jodeln mit Hilfe des Publikums, um die abtrünnige Kuh Resi wiederzufi­nden.

Die Garde beendete in originelle­m Kostüm mit einer mitreißend­en Tanznummer das Programm. Beim großen Finale zeigten sich fast 150 Akteure auf der Bühne und schunkelte­n gemeinsam mit dem Publikum glücklich und zufrieden zur Langversio­n von „Mäschkerle, mei Mäschkerle“.

Mit der Tanzkapell­e Immenstaad und DJs dauerte die Party nach dem Fasnetsspi­el noch bis Mitternach­t an.

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FOTOS: KELLER Alles, was Federn hat, steht bei den Hennen auf und vor der Bühne.
 ?? ?? Die Garde setzt tanzend den temperamen­tvollen Schlusspun­kt.
Die Garde setzt tanzend den temperamen­tvollen Schlusspun­kt.
 ?? ?? Die Hexen parodieren „Dinner for one“.
Die Hexen parodieren „Dinner for one“.

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