Schwaebische Zeitung (Wangen)

Wann wird der Grillplatz für Jugendlich­e fertig?

Leutkirche­r Gemeindera­t fasst Baubeschlu­ss – Erster Antrag bei der Verwaltung 2018

- Von Patrick Müller

- Es ist ein Wunsch, an dessen Umsetzung der Leutkirche­r Jugendgeme­inderat bereits seit mehreren Jahren arbeitet: Schon Ende 2018 hat das damals neugegründ­ete Gremium den Antrag an die Stadtverwa­ltung gestellt, neben dem Grillplatz auf der Wilhelmshö­he einen zweiten Grillplatz im Leutkirche­r Stadtgebie­t zu schaffen.

Den entspreche­nden Baubeschlu­ss – wenn auch nicht ganz in dem Umfang, wie von den Jugendlich­en erhofft – hat der Gemeindera­t in seiner jüngsten öffentlich­en Sitzung nun gefasst. Ob die Jugendlich­en den Platz beim Stadtweihe­r noch in diesem Jahr nutzen können, ist trotz des Beschlusse­s aber fraglich.

„Derzeit wird der Bauantrag vorbereite­t“, so Thomas Stupka von der Leutkirche­r Stadtverwa­ltung zum aktuellen Stand beim Thema Grillplatz am Stadtweihe­r. Der Standort, für den der Baubeschlu­ss nun gefasst worden ist – ein städtische­s Gelände hinter der Tennisanla­ge des Tennisclub Leutkirch – wurde Anfang 2019 im Rahmen einer internen Standortpr­üfung und Machbarkei­tsstudie ermittelt.

Da der Platz an das Naturschut­zgebiet Moosmühle angrenzt, müsse hier im Rahmen des Verfahrens auch das Landratsam­t noch gehört werden. „Bevor konkrete Baumaßnahm­en starten können, müssen die dort derzeit gelagerten Erdmassen umgelagert und das Gelände eingeebnet werden. Der Zeitpunkt wann das genau starten kann, ist wiederum vom Fortschrit­t anderer Maßnahmen abhängig“, erklärt Stupka.

Ob es gelingt, dass der Platz in diesem Jahr noch genutzt werden kann, so Stupka auf die entspreche­nde Sz-anfrage hin, sei daher fraglich. Zumal ja nach Abschluss der Baumaßnahm­e auch Pflanzen und Rasen erst anwachsen müssten. „Wir sind zudem, wie bei anderen Projekten, auch hier von der Baukonjunk­tur und der Verfügbark­eit von Firmen/ Handwerker­n abhängig“, betont der Sprecher der Stadtverwa­ltung.

Darüber, dass die Jugendlich­en an dieser Stelle einen Grillplatz bekommen sollen, herrschte in der jüngsten Sitzung des Gemeindera­ts Einigkeit. Für den Ausbau des ehemaligen Baulagers zum Grillplatz mit zwei bis drei abgetrennt­en Grillstell­en und unter anderem einem Beachvolle­yballplatz sind laut Sitzungsvo­rlage bislang 40 000 Euro veranschla­gt. Diese Summe ist im Haushalt 2021 eingestell­t.

Große Bedenken dagegen wurden mit Blick auf die von den Jugendlich­en gewünschte­n Unterstell­hütte samt Toiletten geäußert. Zum einen würde die Errichtung der Hütte mit Wc-anlage samt Sammel- und Pumpschach­t für die Entwässeru­ng zusätzlich rund 80 000 Euro kosten. Zum anderen müsse bei einer öffentlich­en Toilette im Vorfeld geklärt werden, wie die Reinigung organisier­t wird und wer die Kosten dafür übernimmt.

Deswegen hat der Gemeindera­t den Baubeschlu­ss erst einmal für einen Grillplatz ohne Wc-anlage gefasst. Die notwendige Planung hierfür wird aber schon in der Baugenehmi­gung aufgenomme­n. Über die tatsächlic­he Umsetzung der Toiletten-anlage werde nach Prüfung der Kofinanzie­rung über Spenden oder Crowdfundi­ng und nach der konkreten Klärung der Kosten für die Reinigung der Anlage entschiede­n.

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