USER EX­PE­RI­ENCE IST EIN PRO­ZESS

SCREENGUIDE - - Tipps Für Twitter -

Abb. 3: Der neue Ac­tivi­ty Stream mit Grup­pen­na­vi­ga­ti­on (links) und Wid­gets (rechts) Ist die Lö­sung ein­mal „gut”, dro­hen täg­lich Ver­schlimm­bes­se­run­gen. Neue Funk­tio­nen und Ab­läu­fe ver­än­dern nicht nur den Screen, auf dem sie statt­fin­den, son­dern lö­sen meis­tens ei­nen Do­mi­no-Ef­fekt aus und zie­hen ei­ne Rei­he an wei­te­ren Ve­rän­de­run­gen mit sich. Dies führ­te im al­ten Sys­tem da­zu, dass Me­nüs im­mer grö­ßer wur­den, Screens im­mer ver­wir­ren­der und die meis­ten täg­li­chen Ab­läu­fe lang­sa­mer. Des­halb sind wir da­zu über­ge­gan­gen, bei je­der Än­de­rung nach den Aus­wir­kun­gen auf un­se­re drei we­sent­li­chen Aspek­te zu fra­gen: Usability, Se­cu­ri­ty und Co­de-Qua­li­tät. Die Aus­wir­kun­gen auf die Be­die­nung sind da­bei oft ver­gleich­bar mit ei­nem Eis­berg: Ein Groß­teil fällt erst spä­ter auf. Wird dies vor­her ge­prüft und gründ­lich durch­dacht, ver­liert man zwar an Um­set­zungs­tem­po, spart aber sehr viel Mü­he und Zeit. Hin­zu kommt ei­ne von al­len Mit­ar­bei­tern ge­pfleg­te Lis­te an Ver­bes­se­run­gen, bei de­nen vor al­lem „Usability-Tweaks” sehr be­liebt sind. Hier sind mi­nu­ziö­se De­tails zu fin­den, wie z.B. der Fo­kus des Cur­sors, die Rei­hen­fol­ge von Ele­men­ten, Tas­ta­tur­kür­zel usw. Bei je­der Ver­si­on ver­su­chen wir, ei­nen ge­wis­sen Pro­zent­satz an Auf­wän­den nur für die Ver­bes­se­rung der Usability zu re­ser­vie­ren. Dies hilft al­ler­dings nicht ge­gen die Be­triebs­blind­heit, ge­gen die nur re­gel­mä­ßi­ge User-Tests und -In­ter­views funk­tio­nie­ren. Um die­se im­mer wie­der durch­füh­ren zu kön­nen, ha­ben wir uns dies bei man­chen Kun­den ver­trag­lich zu­si­chern las­sen. IBM Con­nec­tions oder Ji­ve Soft­ware. Dies stellt zwar hö­he­re An­for­de­run­gen an un­se­re Kon­fi­gu­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten und An­bin­dun­gen, er­mög­licht uns als lo­ka­lem An­bie­ter aber auch, in ei­nem gro­ßen Markt ei­ne ef­fek­ti­ve und preis­wer­te­re Al­ter­na­ti­ve an­zu­bie­ten. zwar ver­gleich­bar, aber auf ei­nen ganz an­de­ren Be­darf zu­ge­schnit­ten sind. Die­se Wei­ter­ent­wick­lung führt je­doch zu zahl­rei­chen Ak­ti­vi­täts­ge­win­nen quer durch un­se­re Ziel­grup­pen, wes­halb wir die­se kri­ti­sche Sicht­wei­se in den meis­ten Fäl­len auf ei­ne Aver­si­on ge­gen­über Än­de­run­gen zu­rück­füh­ren. Ei­ne wei­te­re Kri­tik ist das In­ter­face. Mög­lichst al­le sich wie­der­ho­len­den oder vom we­sent­li­chen In­halt ab­len­ken­den Ele­men­te wur­den ge­stri­chen. Vor al­lem Fo­ren, Wi­kis und Blogs se­hen dann ganz an­ders aus. Wir glau­ben, das ist gut; nicht je­der Nut­zer in­ter­es­siert sich für die An­zahl der Bei­trä­ge ei­nes Au­tors oder die di­rek­te Ein­sicht in die letz­ten Ver­sio­nen. Wie­so müs­sen die­se Din­ge dann auf obers­ter Ebe­ne die sicht­ba­re Flä­che ver­rin­gern? Wir neh­men schon viel zu lan­ge frus­trie­ren­de Usability hin, sei es bei Wikipedia, Nach­rich­ten­sei­ten oder Face­book. Ich freue mich al­so, wenn ei­ni­ge An­bie­ter sich trau­en und auf die we­sent­li­chen Din­ge re­du­zie­ren, zu­min­dest auf der obers­ten Ebe­ne im In­ter­face. So woll­ten wir es mit ti­xxt auch ma­chen, und ich hof­fe, dass es uns ge­lun­gen ist.

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