KICK IT UP A NOTCH

SCREENGUIDE - - Events - TEXT: Bert­hold Barth

Seit Mai kön­nen auch deut­sche Start-ups ih­re Pro­jek­te auf der Crowd­fun­ding-Platt­form Kick­star­ter ein­stel­len. Er­folg­reich fi­nan­ziert wer­den da­bei je­doch nur et­wa 20 Pro­zent al­ler Kam­pa­gnen. Sie er­hö­hen Ih­re Chan­cen, wenn Sie sich vor­her ge­nau über­le­gen, was sinn­voll ist und was Sie bes­ser ver­mei­den. Mit er­folg­rei­chen Crowd­fun­ding-Kam­pa­gnen sam­meln Er­fin­der, Bast­ler und Künst­ler seit dem Launch von Kick­star­ter in Deutsch­land Geld, mit dem sie ih­re Ide­en und Pro­duk­te auf den Markt brin­gen kön­nen. So flos­sen 800.000 Eu­ro an die Er­fin­der von Mii­to, ei­nem in­duk­ti­ons­ba­sier­ten De­sign-Was­ser­ko­cher, 120.000 Eu­ro ka­men zu­sam­men für „The Dwar­ves”, ei­nem Brett­spiel nach Ro­man­vor­la­ge, und 100.000 Eu­ro wur­den für den Film „Sky Sharks” ge­sam­melt, der wahr­schein­lich so al­bern wird, wie er sich an­hört. Be­acht­li­che Sum­men. Doch der Schein trügt: Er­folg­reich fi­nan­ziert wer­den nur 20 Pro­zent al­ler Kam­pa­gnen. Es schei­tern al­so 4 von 5 „Crea­tors”, wie die Platt­form sie nennt, und die Mü­he war um­sonst. Ganz hart trifft es da­bei den Be­reich Di­gi­ta­les: Web­sites, Apps und Com­pu­ter­spie­le er­rei­chen in Deutsch­land prak­tisch nie den Ziel­be­trag. Selbst ei­ne er­reich­te Fi­nan­zie­rung ist kein Ga­rant für ei­ne er­folg­rei­che Um­set­zung – tech­ni­sche Fall­stri­cke, Steu­ern und Ab­ga­ben so­wie man­geln­de Mar­ke­ting- und Pro­dukt­ma­nage­men­ter­fah­rung kön­nen sich auch im Nach­hin­ein als un­über­wind­ba­re Hür­de er­wei­sen. Ins­be­son­de­re auf dem jun­gen deut­schen Markt fehlt häu­fig das Ver­ständ­nis da­für, dass ei­ne Kam­pa­gne auf ei­ner Crowd­fun­ding-Platt­form nur ein Baustein ei­nes grö­ßer an­ge­leg­ten Pro­jek­tes sein kann. Da­mit Sie und Ih­re Kun­den gut auf­ge­stellt sind, soll­ten Sie bei den ein­zel­nen Kom­po­nen­ten ei­ner Kam­pa­gne ge­nau über­le­gen, was sinn­voll ist.

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