GE­BEN SIE RICH­TIG FEED­BACK

SCREENGUIDE - - ProjektManagement | E-business -

wel­che Pro­gram­me nutz­ten sie da­bei (Be­triebs­sys­tem, Brow­ser, Plug-ins …), wel­che sons­ti­gen Ein­ga­ben ha­ben Sie ge­tä­tigt? Ha­ben Sie wo­mög­lich ei­nen Screenshot oder gar ei­nen Vi­deo­mit­schnitt des Ablaufs? Blei­ben Sie da­bei knapp, aber prä­gnant. Es kann Ein­zel­fäl­le ge­ben, die nur in ganz be­stimm­ten Soft­ware/ Hard­ware-Kon­stel­la­tio­nen auf­tre­ten und die den Auf­wand zur Be­hand­lung un­ter Um­stän­den nicht recht­fer­ti­gen. Bei­spiels­wei­se wä­re es un­sin­nig, be­stimm­te mo­der­ne Funk­tio­nen ei­ner Web­site auch noch für den ver­al­te­ten In­ter­net Ex­plo­rer 8 zu er­mög­li­chen, wenn nur ein ge­rin­ger Bruch­teil der Nut­zer mit die­sem Brow­ser auf die Web­site zu­greift. Ob und in­wie­weit Sie sol­che Fäl­le den­noch be­ar­bei­tet wis­sen wol­len, hängt na­tür­lich von der Art Ih­res Ver­tra­ges ab. Ach­ten Sie eben­so in den Ver­trä­gen mit Ih­rem Web­ex­per­ten dar­auf, wie Sie mit un­ent­deck­ten Bugs, die in der Na­tur der Soft­ware­ent­wick­lung un­ver­meid­bar sind, nach der Ab­nah­me um­ge­hen. Oft gibt es da­für sinn­vol­le Pfle­ge- oder Sup­port­ver­trags­lö­sun­gen.

Sie und Ihr Web­ex­per­te ge­ben ihr Bes­tes, um aus ei­ner Idee ein er­folg­rei­ches Pro­dukt zu ge­stal­ten. Nach auf­wen­di­gen Pro­duk­ti­ons­pha­sen, wie bei­spiels­wei­se aus­führ­li­chen Gra­fik­ent­wür­fen oder klick­ba­ren Pro­to­ty­pen, gilt es, zeit­nah Feed­back ein­zu­ho­len. Die­ser Aus­tausch ist oft emo­tio­nal auf­ge­la­den, da vie­le Ge­dan­ken und viel vor­an­ge­gan­ge­ne Ar­beit auf­ein­an­der­tref­fen. Feed­back zu ge­ben ist ei­ne Kunst, de­ren wich­tigs­tes Merk­mal viel­leicht ist: Wer­den Sie nicht per­sön­lich, auch wenn Ih­nen et­was ge­gen den Strich geht. Äu­ßern Sie die grund­le­gen­de Pro­ble­ma­tik im ge­eig­ne­ten Rah­men und im an­ge­mes­se­nen Ton. Sei­en Sie deut­lich, aber blei­ben Sie of­fen für die Per­spek­ti­ve Ih­res Pro­fis. Sam­meln Sie Feed­back im Vor­feld, um Wie­der­ho­lun­gen, un­nö­ti­ge Schlei­fen und Wi­der­sprü­che zu ver­mei­den. Wenn meh­re­re Per­so­nen zur Rück­mel­dung bei­tra­gen wol­len und sol­len, tra­gen Sie die­ses Feed­back voll­stän­dig und struk­tu­riert an Ih­ren Di­enst­leis­ter. Ver­ge­wis­sern Sie sich auch, ob Ihr Feed­back in­halt­lich kor­rekt an­kommt. Las­sen Sie sich Ih­re Aus­sa­gen von Ih­rem Web­ex­per­ten in sei­nen ei­ge­nen Wor­ten wie­der­ge­ben, wenn Sie un­si­cher sind, ob das Ge­sag­te ver­stan­den wur­de. Ihr Web­wor­ker und Ih­re Geld­bör­se wer­den es Ih­nen dan­ken, wenn Sie mög­li­che Fehl­ent­wick­lun­gen recht­zei­tig an­mer­ken. Über­prü­fen Sie früh und oft, ob sich das Pro­dukt und die Teil­be­rei­che in die rich­ti­ge Rich­tung ent­wi­ckeln, und ge­ben Sie bei Auf­fäl­lig­kei­ten Be­scheid. So ver­mei­den Sie durch meh­re­re Pro­jekt­sta­di­en durch­ge­schlif­fe­ne Feh­ler, die in der Re­gel grö­ße­re Fol­ge­pro­ble­me ver­ur­sa­chen. Wis­sen und Ge­wis­sen. Es lässt sich viel über das Für und Wi­der von De­si­gn­lö­sun­gen strei­ten, ge­ra­de wenn Sie als Auf­trag­ge­ber ver­si­chern, die bes­se­re Ant­wort auf ein be­stimm­tes Pro­blem zu ha­ben. Hal­ten Sie sich aber vor Au­gen: Oh­ne aus­führ­li­che Tests in der „ech­ten Welt”, al­so bei­spiels­wei­se mit ver­schie­de­nen Ver­sio­nen des Pro­dukts, Tests zur Nut­zer­freund­lich­keit, Um­fra­gen oder Markt­ana­ly­sen blei­ben auch die bes­ten Ide­en auf bei­den Sei­ten nur Gut­dün­ken. Sie und Ihr Di­enst­leis­ter soll­ten sich ei­nig sein: Das Pro­dukt muss nicht Ih­nen ge­fal­len, nicht Ih­ren Kol­le­gen und nicht dem Web­pro­fi. Es muss ein­zig und al­lein dem Ziel­pu­bli­kum zu­sa­gen.

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