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SCREENGUIDE - - Finanzen | E-business -

TexT: Ste­fan Scha­sche An­ge­stell­te müs­sen sich mit vie­len un­an­ge­neh­men Auf­ga­ben nicht be­schäf­ti­gen, et­wa mit dem Schrei­ben von Rech­nun­gen oder Mah­nun­gen. Für Frei­be­ruf­ler ge­hö­ren die­se Auf­ga­ben zum nor­ma­len Ta­ges­ab­lauf. Al­ler­dings lässt sich die Ver­wal­tungs­ar­beit mi­ni­mie­ren, wenn Sie Feh­ler von vorn­her­ein ver­mei­den. Vor­aus­set­zung für ei­ne rei­bungs­lo­se Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Frei­be­ruf­lern und Auf­trag­ge­bern ist ein ord­nungs­ge­mä­ßer Ver­trag, der al­le not­wen­di­gen De­tails re­gelt. In der Pra­xis ha­ben Web­wor­ker ih­re Stan­dard­ver­trä­ge, zu­min­dest für klei­ne­re Pro­jek­te, die sie auf den Kun­den an­pas­sen. Grö­ße­re Un­ter­neh­men ha­ben um­ge­kehrt oft ei­ge­ne Ver­trä­ge. Grund­sätz­lich muss die Auf­ga­be des Frei­be­ruf­lers im Ver­trag mög­lichst prä­zi­se um­ris­sen sein. Je ex­ak­ter die Be­schrei­bung, des­to ge­rin­ger die Ge­fahr, dass das er­geb­nis nicht mit den Vor­stel­lun­gen des Auf­trag­ge­bers über­ein­stimmt. Auch die Be­zah­lung muss im Ver­trag ge­re­gelt sein, wo­bei es sich hier bei­spiels­wei­se um Ta­ges­sät­ze oder ei­ne Ge­samt­sum­me für ein be­stimm­tes fest um­ris­se­nes Pro­jekt han­deln kann. Bei letz­te­rem wür­de dem Frei­be­ruf­ler ein so­ge­nann­ter Werk­ver­trag an­ge­bo­ten: Der Auf­trag­neh­mer ver­pflich­tet sich dar­in, in­ner­halb ei­ner im Ver­trag ge­setz­ten Frist ein be­stimm­tes „Werk” ab­zu­lie­fern. Das kann zum Bei­spiel ei­ne Web­site sein, ein Ar­ti­kel oder ein Soft­ware­tool. Wie vie­le Ar­beits­stun­den er für das Pro­jekt be­nö­tigt, ist in ei­nem Werk­ver­trag meist nicht von Be­lang. Al­ler­dings kann durch­aus auch in ei­nem Werk­ver­trag ei­ne Be­zah­lung per St­un­den­satz und ei­ne ma­xi­ma­le St­un­den­zahl ver­ein­bart wer­den. ent­schei­dend ist, dass am en­de der Zu­sam­men­ar­beit im vor­ge­ge­be­nen Rah­men ein Werk ab­ge­ge­ben wird, das den im Ver­trag be­schrie­be­nen An­for­de­run­gen ent­spricht. Werk­ver­trä­ge sind für ei­nen Frei­be­ruf­ler durch­aus nicht ri­si­ko­los, denn die­ser haf­tet für Män­gel und muss sich even­tu­el­len Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen stel­len, er muss das ab­ge­ge­be­ne Werk ge­ge­be­nen­falls nach­bes­sern und da­für die Zu­satz­kos­ten tra­gen, und er muss für das Werk ei­ne Ge­währ­leis­tung ge­ben. All das ist für den Frei­be­ruf­ler mit Ri­si­ken ver­bun­den und kann im Streit­fall gra­vie­ren­de fi­nan­zi­el­le Fol­gen ha­ben. Ganz an­ders ver­hält es sich beim Ge­gen­stück zum Werk­ver­trag, dem so­ge­nann­ten Di­enst­ver­trag. Hier ver­pflich­tet sich der Frei­be­ruf­ler nicht zur Ab­ga­be ei­nes be­stimm­ten Pro­dukts zu ei­nem fest­ge­setz­ten Ter­min, son­dern er stellt le­dig­lich sei­ne Di­ens­te zur Ver­fü­gung. Ab­ge­rech­net wird für ge­wöhn­lich auf St­un­den­ba­sis oder auch per Ta­gesho­no­rar. Wer die Wahl hat, und die hat der Auf­trag­neh­mer lei­der oft nicht, der fährt mit ei­nem Di­enst­ver­trag in der Re­gel deut­lich bes­ser und vor al­lem ri­si­ko­lo­ser.

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