DI­REK­TE ANT­WOR­TEN STATT SU­CHEN

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Lie­bes­be­kun­dun­gen oder gar Hei­rats­an­trä­ge. Für die re­dak­tio­nel­le In­halts­er­stel­lung be­deu­tet das, dass ne­ben dem In­for­ma­ti­ons­ge­halt auch der Ton der Ant­wor­ten ei­nen we­sent­li­chen Fak­tor aus­macht. Aus die­sem Grund be­ste­hen die Ant­wor­ten des Wi­enBots nicht bloß aus rein sach­li­chen In­for­ma­tio­nen oder Auf­lis­tun­gen von Fak­ten. Viel­mehr wird bei der An­spra­che der Bür­ger auf ei­nen hu­mor­vol­len Dia­log auf Au­gen­hö­he, mit Au­gen­zwin­kern ge­setzt. Wer an sei­ne ei­ge­nen Chats mit Freun­den oder Fa­mi­lie denkt, weiß, dass kei­ner die­ser Dia­lo­ge oh­ne Emo­jis aus­kommt. Der Wi­en­Bot setzt so­gar noch eins oben­drauf, denn er baut sie nicht nur in sei­ne Ant­wor­ten ein, er kann so­gar auf sie re­agie­ren – in­tel­li­gent, ver­steht sich (Abb. 6). Auch die Re­dak­ti­on hat beim Er­stel­len des Wi­en­Bot-Con­tents ih­ren Spaß und hat sich für die Nut­zer ein paar Be­son­der­hei­ten aus­ge­dacht. Zum Bei­spiel, wenn es um die Be­an­tra­gung ei­nes neu­en Rei­se­pas­ses geht (Abb. 7). Oder wenn Nut­zer ger­ne un­ter­hal­ten wer­den möch­ten (Abb. 8). Auch wenn die Re­dak­ti­on den Wi­en­Bot so gut wie mög­lich auf al­le po­ten­zi­el­len An­fra­gen und Be­dürf­nis­se der Nut­zer vor­be­rei­tet, es gibt ge­wis­se Be­rei­che, die auch der Wi­en­Bot nicht ab­de­cken kann. Nach­fol­gend ein kur­zer Aus­zug an skur­ri­len An­fra­gen, die dem Wi­en­Bot ge­stellt wur­den: • Wie ist das Wet­ter in Ost­afri­ka? • Su­che Le­ber­kä­se­sem­mel

Eschen­bach­gas­se In­for­ma­tio­nen und Ser­vices der Stadt Wi­en sol­len für die Bür­ger ein­fach so­wie ver­ständ­lich nutz­bar sein – und das un­ab­hän­gig vom Kanal der Wahl. Die Web­site der Stadt Wi­en hält um­fang­rei­che und de­tail­lier­te In­hal­te für User be­reit. Der Fo­kus beim Wi­en­Bot liegt auf der di­rek­ten Nut­zung der In­for­ma­tio­nen. Bür­ger, die sich un­ter­wegs in­for­mie­ren möch­ten, be­nö­ti­gen an­de­re In­fos als je­ne, die von zu Hau­se nach De­tails su­chen. Der Wi­en­Bot rich­tet sich al­so an ein Pu­bli­kum, das In­for­ma­tio­nen rasch, smart und un­ter­wegs kon­su­mie­ren, je­doch nicht auf die per­sön­li­che Kom­po­nen­te ver­zich­ten möch­te. Im di­rek­ten Ver­gleich mit der Nut­zung von Such­ma­schi­nen zeigt sich die wah­re Stär­ke der Chat­bots. Da­bei ent­fällt die Aus­wahl ei­nes Such­er­geb­nis­ses so­wie das Scan­nen der da­hin­ter­lie­gen­den Web­sei­te nach den re­le­van­ten In­for­ma­tio­nen. So ge­se­hen wir­ken Chat­bots in vie­len Fäl­len in­tel­li­gen­ter als bei­spiels­wei­se Goog­le (Abb. 9). Das Pro­jekt Wi­en­Bot zeigt sehr gut auf, dass der Zu­gang, den die Stadt Wi­en mit dem Wi­en­Bot ver­folgt, funk­tio­niert und von den Bür­gern an­ge­nom­men wird: In­hal­te wer­den so prä­zi­se wie mög­lich für die Be­dürf­nis­se und Si­tua­tio­nen der Bür­ger auf­be­rei­tet, und zwar auf dem Kanal, für den sie sich ent­schei­den.

Abb. 9: Bes­ser als Goo­geln: Das Bei­spiel zeigt sehr gut, dass Ant­wor­ten im Wi­en­Bot oh­ne Um­we­ge über Links di­rekt im Chat be­ant­wor­tet wer­den.

Car­men Fritz ist für die Ent­wick­lung und Ver­mark­tung von di­gi­ta­len Pro­duk­ten und In­no­va­tio­nen beim Pres­se­und In­for­ma­ti­ons­dienst der Stadt Wi­en ver­ant­wort­lich. Als Teil des fünf­köp­fi­gen Wi­en­Bot-Teams sorgt sie un­ter an­de­rem für die Be­wer­bung und...

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