Brot und Spie­le

Vom Schnaps­mäd­chen zur Par­ty­queen – Fi­xie Fa­te will mit ih­rer neu­en Rei­he „Trini­ty“die Tran­sen­par­ty-Land­schaft der Stadt um ei­ne elek­tro­ni­sche Va­ri­an­te be­rei­chern

Siegessaeule - - Party -

• Es war ein lan­ger Weg für Fi­xie Fa­te. Wie kaum ei­ne an­de­re Tran­se in der Ber­li­ner Par­ty­sze­ne ar­bei­te­te sie sich lang­sam, aber ste­tig vom Ben­gel im Kleid zur viel ge­buch­ten Par­ty­hos­tess nach oben. Einst­mals von Kol­le­gin­nen auf­grund ih­res un­si­che­ren Um­gangs mit Ma­ke-up be­lä­chelt, brach­te sie es so als Schnaps­mäd­chen oder Büh­nen­act bei­na­he auf je­de gro­ße Par­ty der Stadt – vom SchwuZ über das Goya und Chan­tals „Hou­se of Sha­me“bis hin zum „GMF“. „Ir­gend­wann ist man da­mit durch“, er­zählt sie im In­ter­view mit Sie­ges­säu­le. „Ich hab auf so vie­len Par­tys als Host ge­ar­bei­tet, da blei­ben kaum noch wel­che. Des­halb war für mich der nächs­te lo­gi­sche Schritt, ei­ne ei­ge­ne Par­ty zu ma­chen.“Am 07.03. ist es nun so weit, ih­re Rei­he „Trini­ty“, die sie ge­mein­sam mit Kum­pel Oli­ver Ru or­ga­ni­siert, fei­ert in der Berg­hain Kan­ti­ne Pre­mie­re. Leicht hat sie es sich nicht ge­macht, denn im Ge­gen­satz zu vie­len an­de­ren Par­ty­tran­sen der Stadt kam für Fi­xie der Job als Pop-DJ nie in­fra­ge. „Für mich war Pop nie ei­ne Op­ti­on, weil ich mit die­ser Mu­sik nichts an­fan­gen kann. Man bringt nur gut rü­ber, wo­mit man sich iden­ti­fi­ziert. Das war auch der Grund, war­um ich mich nie fürs Auf­le­gen ent­schie­den hab.“„Trini­ty“, die zu­nächst ein­mal je­den ers­ten Frei­tag im Mo­nat stei­gen soll, ist dem­nach ei­ne Elec­tro­par­ty, zur Pre­mie­re wur­de un­ter an­de­rem DJ-Grö­ße Hin­ter­grund­rau­schen ge­bucht. „Wir ha­ben uns zum Ziel ge­setzt, har­ten Elec­tro­sound mit schwu­ler Be­spa­ßung à la ,Ir­ren­hou­se’ zu ver­bin­den“, er­klärt Fi­xie das Kon­zept. „Das hab ich in die­ser Stadt so noch nicht ge­se­hen. Wir ha­ben nur ei­ne Tanz­flä­che mit Deep Hou­se, Tech Hou­se, Mi­ni­mal. Pop-Par­tys sind durch in Ber­lin.“Für hys­te­ri­schen Par­ty­trash will sie den­noch sor­gen, denn ne­ben der Tanz­flä­che soll es je­des Mal ei­ne Lounge mit Fo­toecke und an­de­ren At­trak­tio­nen ge­ben. „Das Thema der ers­ten Lounge ist ,Uni­corn’, es geht um Ein­hör­ner, Glit­zer, Re­gen­bo­gen.“Auch ein Li­veact ist je­den Mo­nat da­bei, zum Ope­ning steht der R’n’BElec­tro-Act Plas­tic Po­ny auf der Büh­ne. Al­les be­reit al­so, feh­len nur noch die Gäs­te. Die al­ler­dings kom­men bei den meis­ten Tran­sen­par­tys in Scha­ren. „Das liegt viel­leicht am Gla­mour-Fak­tor“, ver­mu­tet Fi­xie. „Wenn Drags so was ma­chen, dann muss es ja gut wer­den. Oder die Leu­te kom­men ein­fach, weil sie die Tran­se schei­tern se­hen wol­len.“So was. Jan Noll

Fi­xie (li.) und Oli­ver Trini­ty, 07.03., 23:00, Kan­ti­ne am Berg­hain

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.