Ein Fran­zo­se in Ber­lin

Siegessaeule - - Editorial/Inhalt -

Pas­cal, 38, war Event­ma­na­ger und Mu­si­ker, bis er vor zwei Jah­ren in der Gas­tro­no­mie sei­ne be­ruf­li­che Er­fül­lung fand. In Fried­richs­hain hat er mit Er­folg die Kiez­knei­pe Roos­ter zur Event-Lo­ca­ti­on wei­ter­ent­wi­ckelt Wann hat es dich nach Ber­lin ver­schla­gen und wie?

Das war 2004. Ich bin mit mei­nem Ex zum Ar­bei­ten her­ge­kom­men. Wir ha­ben Events or­ga­ni­siert, für das deutsch-fran­zö­si­sche Ju­gend­werk ge­ar­bei­tet, die Ral­lye Pa­ris-Ber­lin ge­macht. Uns hat Ber­lin ein­fach sehr ge­fal­len.

Dann hast du jetzt 10-Jäh­ri­ges ... Ja, aber ich ha­be zwi­schen­durch ei­ne klei­ne Pau­se ge­macht. Nach ein paar Jah­ren ha­be ich mal Son­ne ge­braucht (lacht). Da war ich in Spa­ni­en, ha­be viel Mu­sik ge­macht, Kunst ...

Was ge­nau? Ma­len, Skulp­tu­ren. Ich ar­bei­te sehr gern krea­tiv, was ich auch bei der Or­ga­ni­sa­ti­on von Events ein­set­ze.

Und die Mu­sik? Ich ha­be ei­ne Band, die noch ganz „frisch“ist, ge­le­gent­lich ma­chen wir Jam­ses­si­ons in der Bar. Ich spie­le Key­board und sin­ge auch. Das reicht von Chan­son françai­se bis zu Rag­ga-Reg­gae. Aber viel Zeit zum Pro­ben ha­ben wir nicht, denn ich ar­bei­te ziem­lich viel.

Du bist ja auch Gas­tro­nom. Ja, da­durch blei­ben mir nur ein paar St­un­den pro Woche für die Band. Denn das Haupt­pro­jekt ist Roos­ter. Da ar­bei­te ich ins­ge­samt seit zwei Jah­ren. Seit sechs Mo­na­ten ar­bei­te ich als Ge­schäfts­füh­rer und mitt­ler­wei­le ha­be ich die Bar auch ge­kauft. Ich ar­bei­te gern und viel und den­ke, so, wie sich al­les ent­wi­ckelt hat, ist es rich­tig. Mein Freund ist der Mar­ke­ting­pro­fi und ich bin der Gas­tro­nom. Ich ver­traue ihm und kann mich voll und ganz auf ihn ver­las­sen.

Wie sieht eu­er Pu­bli­kum aus? Die Räu­me wer­den zum Bei­spiel für Hoch­zei­ten oder Fir­men­fei­ern ge­bucht. Wir ma­chen aber auch ei­ge­ne Par­tys. Re­la­tiv neu ist seit ein paar Mo­na­ten die quee­re Par­ty Ro­cky Roos­ter.

Aus wel­chem Teil Frank­reichs kommst du? Aus Pa­ris. Hast du Kon­takt zu an­de­ren Fran­zo­sen hier, zu ei­ner quee­ren fran­zö­si­schen Com­mu­ni­ty? Ich ken­ne Steev Le­mer­cier, der macht ja viel im Süd­block. Wir sind be­freun­det und ma­chen auch Mu­sik zu­sam­men. Wenn es ei­ne fran­zö­si­sche Sze­ne hier gibt: Ich ken­ne sie nicht. Zum Fei­ern ha­be ich auch gar kei­ne Zeit. Aber ich ha­be Kon­takt zur Kunst-Com­mu­n­au­té. Die ist sehr ge­mischt. Ich bin to­tal mul­ti­kul­ti und so soll auch der La­den sein. Frü­her hab ich selbst viel Par­ty ge­macht, jetzt sol­len die Leu­te bei mir Par­ty ma­chen.

In­ter­view: Frank Her­mann

Mehr Infos un­ter: roos­ter.berlin

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