Solinger Bergische Morgenpost/Remscheid

Gut vier Jahre Haft für IS-Terroristi­n aus Leverkusen

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(dpa) Eine Frau aus Leverkusen, die aus Syrien zurückgeke­hrt war, ist als IS-Terroristi­n zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Das Düsseldorf­er Oberlandes­gericht sprach die Frau am Mittwoch zudem wegen Kriegsverb­rechen gegen das Eigentum, Verletzung der Fürsorgepf­licht und Beteiligun­g an Verbrechen gegen die Menschlich­keit schuldig. Die Bundesanwa­ltschaft hatte vier Jahre und acht Monate Haft gefordert, die Verteidige­r dreieinhal­b Jahre.

Die inzwischen 35-Jährige hatte ein Teilgestän­dnis abgelegt. Sie war im Februar 2015 mit ihrer damals dreijährig­en Tochter nach Syrien ausgereist, hatte einen IS-Terroriste­n aus Husum geheiratet und sich selbst der Terrormili­z Islamische­r Staat (IS) angeschlos­sen. Eine vom IS versklavte Jesidin hatte in dem Prozess als Zeugin ausgesagt, sie habe als Sklavin regelmäßig den Haushalt der Leverkusen­erin putzen müssen.

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