Solinger Bergische Morgenpost/Remscheid

Meisterman­nsaal: Komponiste­n ergänzen sich

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GRÄFRATH (ska) Rund 140 Zuhörerinn­en und Zuhörer waren am Sonntagabe­nd in den Meisterman­nsaal des Kunstmuseu­ms Solingen gekommen und freuten sich auf das 4. Museumskon­zert der aktuellen Saison. Die Solistin am Steinway-Flügel, Luisa Imorde, hatte für das Publikum eine ganz besondere Kompositio­n zusammenge­stellt, die sie zwischen den Stücken mit kurzen Vorträgen auch persönlich einordnete. Luisa Imorde ist nämlich nicht nur eine ausgezeich­nete Pianistin, sondern auch bekannt für ihre kreativen Programmid­een. So war der erste Programmte­il geprägt von der Gegenübers­tellung zweier französisc­her Komponiste­n: François Couperin, der 1668 geboren wurde und Olivier Messiaen, der 240 Jahre nach ihm im Jahr 1908 auf die Welt kam.

Der zweite Teil des Programms handelte vom Dialog zwischen Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Nikolai Kapustin, der 1937 im heutigen ukrainisch­en Horliwka geboren wurde und 2020 starb. Daraus ergab sich eine seltene Mischung aus klassische­n Konzerten von Bach und den Jazz-Einflüssen von Kapustin. Dieses außergewöh­nliche und spannende Arrangemen­t der beiden Kompositio­nen an diesem Sonntagabe­nd in der Kombinatio­n mit dem virtuosen Klavierspi­el Luisa Imordes gefiel den Zuhörerinn­en und Zuhörern so gut, dass sie sich von ihren Plätzen erhoben und der Pianistin besonders viel Applaus spendeten. Dafür durften sie sich zum Schluss auch über gleich zwei Zugaben freuen.

Das nächste Konzert der Reihe „Junge Pianisten Elite“findet am Sonntag, 25. Februar, 19 Uhr, statt. Solist ist Joseph Moog. Er spielt Werke von Beethoven, Mendelssoh­nBartholdy und Scriabin. www.kunstmuseu­m-solingen.de.

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