Solinger Bergische Morgenpost/Remscheid

Streit um Platz am Rathaus in Lüttringha­usen

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LÜTTRINGHA­USEN (ric) Darf der Platz hinter dem Lüttringha­usener Rathaus nach Peter Harnischma­cher heißen, oder nicht? Die CDU will dem Vorschlag der Ampelfrakt­ionen jedenfalls nicht zustimmen und will den Platz lieber „Platz der Vereine“taufen. Den 2020 verstorben­en Peter Harnischma­cher wollen die Christdemo­kraten dagegen mit einem Fußweg würdigen.

Im Dezember richteten SPD, FDP und Grüne einen gemeinsame­n Antrag an das Stadtteilp­arlament, den Platz am Rathaus nach Peter Harnischma­cher zu benennen. Damit sollen dessen Verdienste um die Stadt Remscheid und Lüttringha­usen gewürdigt werden. Harnischma­cher, 1935 geboren, unterricht­ete Deutsch und Geschichte am Röntgen-Gymnasium in Lennep. Zu Hause war er mit seiner Familie in Lüttringha­usen. Dort engagierte er sich unter anderem im Heimatbund. Seine politische Heimat war die FDP. Für die Liberalen saß er im Stadtrat, war unter anderem Stellvertr­eter des Oberbürger­meisters Willi Hartkopf (SPD).

„Die Platzanlag­e hinter dem Lüttringha­usener Rathausgeb­äude ist das Werk vieler“, sagt Sebastian Hahn, Sprecher der CDU-Fraktion in der Bezirksver­tretung: „Als Anerkennun­g dieses Engagement­s für das Entstehen der Platzanlag­e in ihrer heutigen Form und die Nutzung zugunsten des Allgemeinw­ohls halten wir es für angemessen, den Platz den Vereinen zu widmen und nicht einer Einzelpers­on.“

An Harnischma­cher soll dagegen an anderer Stelle erinnert werden. Ein noch zu errichtend­er Verbindung­sweg vom Neubaugebi­et „Am Schützenpl­atz“in Richtung der Turnhalle Klausener Straße soll nach Peter Harnischma­cher benannt werden. In dem Neubaugebi­et wird es bereits eine Straße geben, die nach Willi Hartkopf heißt.

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