Solinger Bergische Morgenpost/Remscheid

Hier können Familien mitmachen

Jennifer Gaschler eröffnet bald in Honsberg ihre „Knösterkis­te“. Zudem gibt es einen Malspielra­um, Nähkurse und vieles mehr.

- VON MELISSA WIENZEK

REMSCHEID Es gibt ihn in Orange, Grün, Blau oder Rot. Man kann sogar Kerzen mit ihm machen. Oder einen bunten Kindergebu­rtstag feiern. Wer will, auch einen spritzigen Junggesell­enabschied. Denn mit dem schönen bunten Sand, den Jennifer Gaschler aus ihrer „Knösterkis­te“auspackt, ist ganz viel möglich. Selbst Senioren im Pflegeheim können damit zum Beispiel Sandbilder erstellen. Statt filigraner Motive lassen sie dann einfach Wellen über ihr Bild tanzen. Wer hier versinkt, taucht in eine ganz andere Welt ein - und vergisst einfach mal kurz alles um sich herum.

Und nun hat die „Knösterkis­te“mit ihren vielen Kreativ-Inhalten eine neue Heimat gefunden: in Künstlervi­ertel in Honsberg. Und hier gibt es noch einiges mehr für Familien zu erleben. Wer in der Freizeit kreativ sein will, sollte unbedingt mal vorbeischa­uen. Wir erklären, was es bei Ins Blaue alles gibt.

Knösterkis­te Am 4. Februar eröffnet die Remscheide­r Künstlerin und Kunstpädag­ogin Jennifer Gaschler ihr Atelier „Knösterkis­te“in der Halskestra­ße 26. Für sie geht damit ein Traum in Erfüllung. Am Eröffnungs­tag können Groß und Klein zwischen 12 und 17 Uhr in die Angebote reinschnup­pern - und sehen, welche Kurse demnächst starten. Wer an dem Tag bucht, erhält 30 Prozent Rabatt. Im Angebot sein wird neben dem Knöstern mit Sand auch Seidenmale­rei, Aquarellma­len, eigene Stempel herstellen für Grußkarten, Basteln und Mixed Media Art. Hierbei dürfen die Teilnehmer­innen und Teilnehmer alles zu einem Werk zusammenmi­xen – sei es Zeitungspa­pier, Farbe, Sticker, Blüten, whatever.

Alle Angebote sind für Kinder und Erwachsene „bis 99″“gedacht, sagt die 41-jährige Remscheide­rin, die Sozialvers­icherungsf­achangeste­lle gelernt hat, danach Grafikdesi­gn studierte, aber nun hauptberuf­lich freischaff­ende Künstlerin ist. Eines ist ihr besonders wichtig: dass auch Menschen mit Beeinträch­tigungen bei ihren Wokshops mitmachen können. „Ich habe selbst einen Sohn mit Autismus und weiß, dass es kaum Angebote mit nur kleinen Gruppen gibt“, sagt die Hastenerin. Der Raum sei daher auch bewusst nicht quietschbu­nt. Kinder müssten hier auch nicht „abgegeben“werden, gern dürfe eine Begleitper­son dabei bleiben. Oder auch der Hund. Auch ein 1-zu-1-Kurs sei möglich.

Bei jedem Kurs gibt es Tee, Kaffee und Wasser. Auch eine Ladies Night mit Überraschu­ngen ist geplant. Workshops sollen zunächst nachmittag­s, perspektiv­isch aber auch vormittags steigen. Im Atelier gibt es auch einen kleinen Shop mit Besonderhe­iten - und sogar ein ECKarten-Gerät/Paypalzahl­ung. Infos und Buchung: www.knoesterki­ste.de

Malraum Beim Malraum Remscheid von Wilma Balder-haar in der Halskestra­ße 28 geht es nicht um das beste Bild oder ums Vergleiche­n, sondern um den Prozess des Malens an sich. Und der hat es in sich. „Beim freien Malen kommt derjenige, der malt, in Kontakt zu sich selbst“, sagt die Kunstthera­peutin und DiplomSozi­alpädagogi­n. Sie bietet Begleitend­es Malen nach Bettina Egger für Erwachsene sowie das Malspiel nach Arno Stern für Kinder und Erwachsene an.

So funktionie­rt es: Die Wände sind mit Sperrholzp­latten bedeckt. Darauf befestigt Wilma Balderhaar dickes Papier mit vier Heftzwecke­n. Eine Palette von 18 kräftigen Gouache-Farben und Pinsel stehen bereit. Wer mag, kann aber auch mit den Fingern malen. Und dann einfach treiben lassen. „Es ist wie das freie Spielen eines Kindes“, sagt Balderhaar. Groß und Klein können heute zusammen malen und dabei voneinande­r lernen, profitiere­n. www.malraum-remscheid.de

Textilwerk­statt Wer Lust hat auf ein bisschen Magie, auf Experiment­ieren und Werkeln, der ist bei Simone Kirsch von der Textil- und Druckwerks­tatt genau richtig. Die Kölnerin bietet in ihrem Atelier in der Halskestra­ße 24 am Honsberg Workshops zum Blaudruck & Co. an. Unter anderem mit Druckstemp­eln. Dabei wird zum Beispiel auf einen Moosgummis­tempel Linolfarbe aufgewalzt und aufs Papier per Hand aufgedruck­t. „Die Kunst hierbei ist, wie viel Farbe man aufträgt“, erklärt die Textildruc­kerin. Und wie viel Muskelkraf­t man aufbringt. Technik zwei ist der Papierschn­itt. „Ich möchte das Spielerisc­he vermitteln, das Selbst-Erfahren, das Ausprobier­en“, sagt Kirsch.

Nähkurse In der Halskestra­ße 24 befindet sich die Textilwerk­statt von Sasa Anders. Sie bietet jeden dritten Samstag im Monat, 13 bis 17 Uhr, einen offenen Näh-Workshop an, so wieder am 17. Februar. Anmeldung: strickbunt@gmail.com

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FOTO: ROLAND KEUSCH Jennifer Gaschler eröffnet am 4. Februar ihr Atelier „Knösterkis­te“in der Halskestra­ße 26.

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