Aus ei­nem kal­ten wird ein mit­füh­len­des Herz

Stadt­en­sem­ble führt die „Weih­nachts­ge­schich­te“un­ter Lei­tung von Micha­el Tesch auf. Uwe Dahl­haus spielt Ebe­ne­zer Scroo­ge.

Solinger Morgenpost - - SPORT -

SO­LIN­GEN Die neue Ei­gen­in­sze­nie­rung für Kin­der des Kul­tur­ma­nage­ments im So­lin­ger Thea­ter fei­ert am kom­men­den Don­ners­tag, 13. De­zem­ber, Pre­mie­re. Zehn Auf­füh­run­gen der „Weih­nachts­ge­schich­te“wird es ge­ben, die für Kin­der ab sechs Jah­ren ge­eig­net ist. Un­ter der Lei­tung von Micha­el Tesch spielt das Stadt­en­sem­ble. Den Ebe­ne­zer Scroo­ge spielt Uwe Dahl­haus, der die be­kann­te Vor­la­ge von Charles Di­ckens auch für die Büh­ne be­ar­bei­tet hat.

Mit der „Weih­nachts­ge­schich­te“steht in die­sem Jahr ja ein ech­ter Klas­si­ker auf dem Pro­gramm. Tesch Die Ge­schich­te des kalt­her­zi­gen Geiz­kra­gen Ebe­ne­zer Scroo­ge, der Weih­nach­ten nicht aus­ste­hen kann, stand vor neun Jah­ren be­reits schon ein­mal, und das sehr er­folg­reich, auf dem Spiel­plan des Stadt­en­sem­bles. Für die neue Pro­duk­ti­on ha­ben wir die von Uwe Dahl­haus be­ar­bei­te­ten Fas­sung des Stoffs sanft ins Jahr 2018 über­führt. Der So­lin­ger Lo­kal­be­zug ist na­tür­lich ge­blie­ben. Vie­le Sze­nen des Stücks spie­len ja in Gräf­rath.

Gibt es wei­te­re Ve­rän­de­run­gen? Tesch Den Text ein­mal aus­ge­nom­men, hat sich im Ver­gleich sehr viel ver­än­dert. Neue Büh­nen­tech­nik, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ein­ge­baut wur­de, bie­tet heu­te ganz an­de­re Mög­lich­kei­ten. So ist es et­wa dank neu­er Mo­tor be­trie­be­ner Po­des­te nun mög­lich, auf ei­ner selbst­stän­dig fah­ren­den Dreh­büh­ne zu spie­len. Die wird im üb­ri­gen zum ers­ten Mal in die­ser Form zum Ein­satz kom­men. Neue Schein­wer­fer er­mög­li­chen an­de­re Licht­ef­fek­te, Bea­mer für Groß­pro­jek­tio­nen, die wir in der neu­en Fas­sung zum Bei­spiel für die Zei­t­rei­sen von Scroo­ge mit den Geis­tern nut­zen, gab es da­mals auch noch nicht. Und na­tür­lich hat sich auch die Be­set­zung ver­än­dert. So sind aus den Kin­dern von da­mals Ju­gend­li­che und Er­wach­se­ne ge­wor­den, die im neu­en Stück nun an­de­re Rol­len über­neh­men.

Apro­pos Kin­der: Hat das Stadt­en­sem­ble ei­gent­lich Nach­wuchs­pro­ble­me?

Tesch Nein, über­haupt nicht. Un­se­re Darstel­ler sor­gen ja sel­ber flei­ßig für den (Büh­nen)Nach­wuchs. So wer­den in die­sem JahrWil­ma Rie­del, Toch­ter von Alex­an­der Rie­del, und Lou­is Gott­fried, Sohn von Mi­ra Gott­fried, die Kin­der der Fa­mi­lie Cratchit spie­len. Und was er­wach­se­ne Darstel­ler an­geht, hat sich der Kreis mög­li­cher Mit­wir­ken­der durch das Zu­sam­men­ge­hen der Büh­nen­spie­le mit dem Stadt­en­sem­ble auch um ei­ni­ges ver­grö­ßert.

In die­sem Jahr wur­de die An­zahl der Vor­stel­lun­gen er­höht. Tesch Ja, denn die Nach­fra­ge nach Kar­ten für das Kin­der­stück des Stadt­en­sem­ble steigt kon­ti­nu­ier­lich. Es hat sich mitt­ler­wei­le auch au­ßer­halb der Stadt­gren­zen her­um­ge­spro­chen, dass in So­lin­gen tol­les Thea­ter als Ei­gen­in­sze­nie­rung pro­du­ziert wird. Und das die Stü­cke von ei­ner Live­band be­glei­tet wer­den, für die der be­kann­te So­lin­ger Mu­si­ker Ralf Mutz seit vie­len Jah­ren ei­gens wun­der­ba­re Mu­sik kom­po­niert. Gibt es für die „Weih­nachts­ge­schich­te“noch Kar­ten?

Tesch Ja, für die bei­den 15 Uhr Vor­stel­lun­gen am Sonn­tag, 16. De­zem­ber, und Di­ens­tag, 18. De­zem­ber, gibt es noch Rest­kar­ten. Aber man soll­te nicht zu lan­ge mit dem Kar­ten­kauf war­ten, denn auch die­se bei­den Vor­stel­lun­gen wer­den si­cher eben­falls bald aus­ver­kauft sein.

Ei­ne letz­te Fra­ge: Wer­den die Darstel­ler auch wie­der die Schu­len zur Nach­be­rei­tung des Stücks be­su­chen?

Tesch Selbst­ver­ständ­lich. Das ge­hört zum Kon­zept des Stadt­en­sem­bles-Kin­der­stücks von An­fang an da­zu. Die Schu­len sind be­reits an­ge­schrie­ben wor­den, Ma­nue­la Hoor vom Kul­tur­ma­nage­ment ko­or­di­niert wie­der die Ter­mi­ne für ei­nen Be­such der Darstel­ler.

CDU, Grü­ne und FDP ha­ben im Rat ei­nen BfS-An­trag zum Aus für Stra­ßen­bau­bei­trä­ge ab­ge­lehnt. Die SPD stimm­te hin­ge­gen da­für – und lag da­mit rich­tig. Die Ge­büh­ren ge­fähr­den bis­wei­len Exis­ten­zen.

FO­TO: KÖHLEN (AR­CHIV)

Uwe Dahl­haus (l.) spiel­te schon vor neun Jah­ren ein­mal die Rolle des Ebe­ne­zer Scroo­ge. Für die ak­tu­el­le Ins­ze­nie­rung hat er das Dreh­buchge­schrie­ben.

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