Gu­te Stim­mung beim Ni­kolaus­sin­gen

Solinger Morgenpost - - SPORT -

WALD (pm) Mo­de­ra­to­rin Lui­sa Skra­bic mach­te das Warm-up beim ers­ten Ni­kolaus­sin­gen der Stadt­wer­ke. „Jetzt ma­chen wir Lipp-Rolls.“Wer nicht wuss­te, was das ist, be­kam so­fort mit: Man wie­hert wie ein Pferd. Die 2000 Be­su­cher in derWal­der Jahn­kampf­bahn folg­ten brav wie ei­ne Her­de zah­mer Po­nys.

Dann ging es auch schon los. Der Pro­jekt­chor, zu­sam­men­ge­stellt vom Chor­ver­band So­lin­gen-Wup­per­tal, und das Sym­pho­ni­sche Blas­or­ches­ter der Mu­sik­schu­le stimm­ten das ers­te Lied an. Bei­de hat­ten sich ge­gen­über der Tri­bü­ne auf ei­ner gro­ßen, bunt be­leuch­te­ten Büh­ne im Mit­tel­kreis des Sta­di­ons auf­ge­stellt. Doch Dis­tanz gab es kei­ne, bei„Lasst und froh und mun­ter sein“stimm­ten al­le so­fort ein. Über­rascht, wie toll das al­les klingt, wa­ren dann auch al­le beim nächs­ten Lied, „Fe­liz Na­vi­dad“, schon mit vol­ler Brust da­bei. Laut war es, fröh­lich war es.

Da­mit trat ge­nau das ein, was sich Stadt­wer­ke-Chef Andre­as Schwar­berg in sei­nem Gruß­wort ge­wünscht hat­te: „Wir wol­len den Stie­fel am Ni­ko­laus­tag mit Lie­dern fül­len“. Im Traum ha­be er nicht ge­dacht, dass die Ver­an­stal­tung nach ei­ner Idee von Stadt­wer­ke-Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lei­te­rin Li­sa Nohl für ein aus­ge­buch­tes Sta­di­on sor­gen wür­de. Die Idee zum Ni­ko­laus-Sin­gen reif­te in Ge­sprä­chen zwi­schen Nohl und dem Ber­gi­schen Chor­ver­band So­lin­gen-Wup­per­tal, be­rich­te­te Andre­as Im­grund, der Vor­sit­zen­de des Chor­ver­bands. Als drit­ten Ak­teur konn­ten bei­de die Mu­sik­schu­le ge­win­nen. Das Sym­pho­ni­sche Blas­or­ches­ter un­ter Lei­tung von Be­ne­dikt Fra­ckie­wicz be­glei­te­te den Pro­jekt­chor mit sat­tem Sound. „Drei in­ten­si­ve Pro­ben ha­ben wir vor­her ge­habt“, er­klär­te Im­grund. Chor­und Blas­mu­sik auf­ein­an­der ab­zu­stim­men, sei wich­tig. „Man muss die Ein­sät­ze pro­ben.“

Von die­sem, wie Im­grund es be- schrieb, „Fein­schliff“pro­fi­tier­te die Pre­mie­re. Kurz wur­de vom Orches­ter das Stück an­ge­spielt, dann setz­ten Mu­si­ker, Chor­mit­glie­der und Tri­bü­nen­chor ge­mein­sam, takt­ge­nau ein. Im Ver­lauf wur­de das al­les zu ei­ner schö­nen Ein­heit. Es durf­te in der Jahn­kampf­bahn durch­aus auch schnell von der Klas­sik über Kin­der­lie­der bis in die Welt des schmal­zi­gen Pops ge­wech­selt wer­den. So mit den vor­weih­nacht­li­chen Hits „Oh du fröh­li­che“, „In der Weih­nachts­bä­cke­rei“und dem Wham-Me­ga­hit „Last Christmas“. Ei­nen kur­zen Aus­set­zer leis­te­te sich die Tri­bü­ne beim eher un­be­kann­ten „Es kommt ein Schiff ge- la­den“. Um­so lau­ter ritt dann das Ren­tier Ru­dolph durch die Jahn­kampf­bahn. Am ge­sam­ten Lied­gut fürs Ru­del­sin­gen wur­de eins ganz glo­cken­hell klar: Die Stim­mung, die Men­ge an Zu­schau­ern, der pro­fes­sio­nel­le Auf­bau – all das ver­langt nach ei­ner Wie­der­ho­lung im kom­men­den Jahr.

Ge­duld brauch­te man am Würst­chen­stand der Foot­ball-Spie­ler von den Pa­la­dins und an der WMTV-Glüh­wein­bu­de. Doch das war ei­gent­lich auch egal. Man gab dort ger­ne Geld aus, weil 50 Cent von je­der ver­kauf­ten Por­ti­on ans Kin­der­hos­piz Burg­holz flie­ßen wer­den.

FO­TO: MO­RITZ ALEX

Die Tri­bü­ne im Wal­der Sta­di­on war beim Ni­kolaus­sin­gen der Stadt­wer­ke voll ge­füllt. Gut 2000 Be­su­cher wa­ren in das Sta­di­on ge­kom­men.

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