Ver­zicht auf gro­ßen Ge­burts­tags­fest­akt

Solinger Morgenpost - - SPORT -

(pm) Auf ei­nen gro­ßen Festakt zum drei­jäh­ri­gen Be­ste­hen­des Zen­trums für ver­folg­te Küns­te ver­zich­tet das Team um Di­rek­tor Dr. Rolf Jes­se­witsch und Ku­ra­tor Jür­gen Kaum­köt­ter heu­te. Sie las­sen ab mor­gen lie­ber die Kunst spre­chen. Mit der Aus­stel­lung„Zei­ten de­s­Um­bruchs“greift das Zen­trum sei­ne ur­ei­ge­ne Auf­ga­be auf. Es wer­den Kunstwerke ge­zeigt, die im Ers­ten Welt­krieg ent­stan­den sind und in der Nach­kriegs­zeit vor 100 Jah­ren.

Heu­te vor drei Jah­ren wur­de das Zen­trum er­öff­net. Nach lan­gem Rin­gen schlos­sen die Stadt So­lin- gen und der Land­schafts­ver­band Rhein­land (LVR) ei­ne Ko­ope­ra­ti­on ab. Es­wur­de ei­ne Trä­ger-Gm­bH ge­grün­det, an der die Stadt einD­rit­tel der Be­tei­li­gung hält, der LVR zwei Drit­tel.

Auf den 8. De­zem­ber 2015 und die drei Fol­ge­jah­re schaut Ober­bür­ger­meis­terTimKurz­bach (SPD), mit die­sen Wor­ten zu­rück: Mit dem Zen­trumhät­ten die Klin­gen­stadt So­lin­gen und der Land­schafts­ver­band Rhein­land Ver­ant­wor­tung über­nom­men für ein dunk­les Ka­pi­tel der deut­schenKul­tur­ge­schich­te: die Ver­fol­gung der frei­en­Kunst, der frei- en Mei­nungs­äu­ße­rung und des frei­en Geis­tes durch to­ta­li­tä­re Staats­sys­te­me. Kurz­bach, der als Fan des Zen­trums gilt, führt aus: „Mit dem Mu­se­um geht von So­lin­gen ein öf­fent­li­cher Ap­pell aus, es so weit nie wie­der kom­men zu las­sen. Wenn ich mich in Eu­ro­pa und in der Welt um­schaue, dann stel­le ich fest: Die­se Bot­schaft aus un­se­rer Stadt war noch nie so ak­tu­ell und not­wen­dig wie jetzt. Ich bin auch des­halb froh, dass das So­lin­ger Zen­trum ei­nem in­ter­na­tio­na­len Pu­bli­kum, zum Bei­spiel in Po­len und Is­ra­el, im­mer be­kann­ter wird.“

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